Hamburger Gründerpreis 2017

16. Hamburger Gründerpreis

Gründer, die Hamburg noch lebenswerter machen

Saubere Luft, schnelles Internet, leckeres Essen – die diesjährigen Gewinner des Hamburger Gründerpreises sind gut für Hamburg – als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, aber auch als Unternehmenslenker, die den Wirtschaftsstandort voranbringen.

Am 11. September wurden die Gewinner ausgezeichnet

Dr. Harald Vogelsang zog in seiner Begrüßung eine positive Bilanz. Die Gründerstadt Hamburg mausert sich. Auf 10.000 Einwohner kommen aktuell 253 Gründer. Damit liegen wir erstmals sogar vor Berlin.

Die Haspa hat daran einen großen Anteil. Das StartUp-Center ist zentraler Finanzierungspartner und Netzwerker. Die Haspa-Acceleratoren ziehen neue Start-ups in die Stadt. Auch die Haspa selbst brachte in diesem Jahr einige neue Unternehmen an den Start.

Die Gala markiert seit Jahren den Höhepunkt des Hamburger Gründerjahres. Die Haspa hatte den Preis in den 90er-Jahren initiiert und verleiht ihn seitdem zusammen mit dem Hamburger Abendblatt, Hamburg1 Fernsehen, der Handels- und Handwerkskammer Hamburg sowie Studio Hamburg und der Fischauktionshalle.

Über 600 Gäste folgten in diesem Jahr der Einladung – darunter auch Sabine Kuntze, Haspa-Mitarbeiterin aus der Filiale 272 und Mutter des Preisträgers Sascha Kuntze in der Kategorie Existenzgründer. Dessen Unternehmen, die Breeze Technologies (http://projectbreeze.eu/de) gegründet 2015 mit Robert Heinecke, entwickelt Miniatur-Sensoren für eine flächendeckende Überwachung der Luftqualität in Echtzeit. Die Sensoren messen Schadstoffe wie Ruß, Stickoxide, Ozon und Feinstaub - wenn nötig auf den Meter genau.

Die Daten werden online gesammelt und ausgewertet. Damit können dann Gebäudemanager, Umweltwissenschaftler und städtische Verwaltungen die lokale Luftqualität gezielt verbessern. Die Serienproduktion soll noch in diesem Jahr starten. „Da ich weiß, wie viel Arbeit, Zeit und Herzblut bisher von Sascha und dem ganzen Team in das Projekt investiert wurde, freue ich mich sehr über die tolle Auszeichnung für Breeze", unterstreicht Sabine Kuntze. „Und ich wünsche mir, dass in Zukunft immer mehr Unternehmen und Städte das Knowhow und die Technologie von Breeze nutzen, damit die Luftqualität für uns alle spürbar verbessert werden kann.“

 

In der Kategorie Aufsteiger setzte sich das Hamburger Familienunternehmen willy.tel (www.willytel.de) durch. Das Ehepaar Karin und Bernd Thielk gründeten 1990 die heutige willy.tel und bauten das Unternehmen zu einem führenden regionalen Multimedia-Dienstleister mit heute rund 110 Mitarbeitern aus.

Das Unternehmen beliefert rund 330.000 Haushalte mit Internet, Telefonie und TV. Jede zweite Hamburger Straße ist direkt an das unternehmenseigene, 1.700 Kilometer lange, Glasfasernetz angeschlossen.

Auch beim Aufbau eines freien öffentlichen WLAN-Netzes ist willy.tel federführend. Trotz des rasanten Wachstums überzeugt der Preisträger mit Servicequalität und setzte sich 2015 als Computerbild-Testsieger gegen die großen Player der Branche durch.

Der Preis in der Kategorie Lebenswerk geht an Eugen Block, den Pionier der deutschen Systemgastronomie. Block eröffnete 1968 das erste Steak-Restaurant in Hamburg-Winterhude und legte damit den Grundstein für eines der größten Gastronomieunternehmen Deutschlands.

Zur Block Gruppe (www.block-gruppe.de) gehören heute 17 Unternehmen. Sie betreibt 50 Steakhäuser im In- und Ausland, die Burger-Kette Jim Block, die Block Bräu Brauerei und das Grand Elysée Hotel Hamburg. Hinzu kommen Unternehmen aus dem Bereich der Lebensmittelproduktion, -logistik und –vermarktung, darunter eine eigene Fleischerei.

Das Familienunternehmen ist weiter auf Expansionskurs. Der Umsatz konnte 2016 um acht Millionen auf 368 Millionen Euro gesteigert werden. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in Deutschland auf 2461. Block wurde mehrfach als Arbeitgeber des Jahres ausgezeichnet.