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Der Traum vom Feriendomizil: Wo sollte man jetzt zuschlagen?

Alterswohnsitz oder Urlaubsvermietung, Zweitwohnung oder Geldanlage: Die Nachfrage nach Ferienimmobilen steigt auch 2019 weiter an. Wo die Deutschen gerne kaufen und wo sich Anleger umschauen sollten.
Im Winter 2018 sorgte ein Angebot in der deutschen Presse für Aufsehen, das kaum zu glauben war: Das Dorf Sambuca, malerisch gelegen, mitten in den Hügeln Siziliens und nur knapp achtzig Kilometer von der Inselhauptstadt Palermo entfernt – verschenkte Häuser. Also beinahe. Pro Haus musste man einen Euro bezahlen.

Was ungewöhnlich klingt, hat aber in Italien fast schon Tradition: Knapp ein Dutzend Gemeinden gibt es auf der Halbinsel, die ihre Häuser so unter die Leute bringen wollen. Der Grund ist dabei der gleiche wie in vielen Teilen Ostdeutschland: Die Leute ziehen weg, der Ort verfällt. Und so kommen die Angebote auch alle mit der Auflage, das Haus zu renovieren – variabel ist nur der Zeitraum und das zu investierende Geld. Tut man das nicht, fällt das Grundstück wieder an die Gemeinde zurück. Dabei sind die Italiener aber keine Ausnahme. Ähnliche Regelungen gibt es in Detroit und Südfrankreich.

Viele Dörfer Italiens sind von zerstörten oder verlassenen Häusern geprägt. Um die Orte zu retten, verkaufen die Kommunen von Apulien bis Toskana diese zum Schleuderpreis. Ein guter Deal – doch es ist sehr viel zu tun.

Ob das Geschäft in diesen speziellen Fällen läuft? Dazu gibt es keine Zahlen. Klar ist aber, dass rund 500.000 Deutschen, bereits eine Ferienimmobilie im Ausland gekauft haben. Und da schlagen sich Italien und Frankreich gut. Die beiden Länder gehören zu den Favoriten der Deutschen. Noch beliebter sind nur Österreich und Spanien. Die Länder gehören nicht nur beim Immobilienkauf zu den Lieblingen der Deutschen, sondern sind auch als Urlaubsziel überaus beliebt. So ergab auch eine Studie des Portals Fewo Direkt, dass die Hälfte der Käufer von Auslandsimmobilien vor dem Kauf dort Urlaub gemacht hat. 

Dennoch: Das meiste passiert zuhause. Das Lieblingsurlaubsland der Deutschen ist immer noch Deutschland – und das merkt man auch an den Ferienimmobilien. Dabei ist das Meer weitaus beliebter als die Berge: Die Ostsee mit den Buchten und Stränden Mecklenburgs und der Holsteinischen Schweiz verweist im Beliebtheitsranking die Nordsee auf den zweiten Platz. An den deutschen Küsten befinden sich rund ein Viertel aller Objekte. „Nahezu jeder dritte Immobilienerwerb fand in den vergangenen vier Jahren an Nord- oder Ostsee statt“, sagt Aye Helsig, Deutschlandchef von Fewo Direkt. Schon heute liegt jede vierte Ferienimmobilie in Strandnähe, fast jede zweite zumindest am Wasser. 

 

Mehr als die Hälfte der Deutschen mit eigenen Ferienimmobilien hat in der Heimat gekauft. Exotische Ziele sind aus verschiedenen Gründen nicht besonders gefragt: die Länge des Reisewegs, Rechtssicherheit, politische Stabilität und potentielle Währungsprobleme.

Zwei Drittel der Käufer wollen ihre Immobilie dabei selber nutzen, zumindest gelegentlich. Ein Argument, das für die Nähe des Objektes spricht. Spekulation und langfristige Geldanlage spielen bei der Kaufentscheidung nur eine untergeordnete Rolle – obwohl mittlerweile auch Immobilien in der zweiten Reihe am Meer preislich nur eine Richtung kennen. Seit 2011 sind Häuser etwa auf der Nordseeinsel Föhr oder in Sankt Peter-Ording um mehr als 40 Prozent teurer geworden. Auch in der Lübecker Bucht, beispielsweise in Scharbeutz oder Travemünde kletterten die Hauspreise enorm. An den beliebtesten Standtorten wie Sylt und Norderney werden Quadratmeterpreise erzielt, die mit denen in einer guten Innenstadtlage vergleichbar sind. 5000 Euro pro Quadratmeter sind absolut üblich, bei Neubauten kann sich der Preis verdoppeln. Das gilt vor allem dann, wenn die Metropolen Hamburg und Berlin in der Nähe sind – und im Süden schon traditionell für die Seenlandschaft um München.

Gelohnt hat sich die Investition bisher. „Fast jede zweite Ferienimmobilie ist heute mehr wert als vor zehn Jahren“, sagt Helsig. Ob das so bleibt ist allerdings ungewiss, denn an Nord- und Ostsee dürfte die Einquartierung von Gästen künftig schwieriger werden. Der Run auf die deutschen Küsten hat die Struktur vieler Orte radikal verändert. Teilweise entstehen teure Geisterstädte, die an wenigen Wochen im Jahr aus allen Nähten platzen. Erste gesetzliche Beschränkungen für Investoren gibt es bereits. 

 

Da Auslandsreisen mit Kindern anstrengend sind, kaufen junge Familien immer öfter Ferienimmobilien an den deutschen Küsten – rund die Hälfte der Familien mit Kindern verbringen ihren Haupturlaub in Deutschland. 

Und obwohl es vor wenigen Jahren aufgrund der Eurokrise noch möglich war vor allem in Südeuropa günstig Immobilien zu erwerben: Die Zeiten von Schnäppchen in begehrten Urlaubsregionen sind fast überall vorbei – wobei solche Investments meist immer noch günstiger sind als in Deutschland, etwa die Versteuerung des Kaufs. In den letzten Jahren wuchs vor allem die Nachfrage nach Objekten in Portugal, was vermutlich auch daran liegt, dass die Urlauberzahlen ständig steigen und viele Käufer das Land bereits aus eigener Erfahrung kennen. Auch Kroatien steigt immer weiter in der Gunst sowohl von Urlaubern als auch Käufern. Im Vergleich zu ähnlich beliebten Ländern sind hier die Investitionskosten für den Kauf einer Immobilie noch gering. 

 

Malerische Städte, blaues Wasser: Kroatien hat viel zu bieten, auch jenseits der Orte, die eher für Massentourismus bekannt sind. 

Aber auch die Dauerbrenner funktionieren nach wie vor: Ferienimmobilien in Italien, Österreich und Spanien werden stark nachgefragt. So haben sich etwa Alicante oder Almeria in Spanien in den letzten Jahren als interessant herausgestellt. Weil beide Städte direkt am Mittelmeer liegen, über ein großes kulturelles Angebot und einen alten Stadtkern verfügen und zudem relativ groß sind, gilt auch im Ausland die Regel: Wichtig ist die Lage. Und natürlich sollte man auch Bausubstanz, Installationen und Haustechnik von einem Fachmann beurteilen lassen. Zudem sollte man das Haus einmal im Alltag testen – am besten im Winter, denn an einem sonnigen Tag ist fast alles schön. Gibt es in der Nähe, was Sie brauchen, vom Tante-Emma-Laden um die Ecke über Restaurants bis zum Arzt? Sind Sie nahe genug an einem Flughafen, um schnell nach Hause fliegen zu können, und weit genug entfernt, um ruhig zu wohnen?

Hat Ihr potenzielles Haus den Alltagstest bestanden, sollten Sie sich unbedingt über die rechtliche Lage informieren. In Spanien und Italien ist etwa ein Grundbucheintrag nicht notwendig: Eigentümer der Immobilie wird man schon mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Denn anders als in Deutschland werden in manchen Ländern zwei Kaufverträge geschlossen. So gibt es oft vor dem notariellen Vertrag vorab einen Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer – dieser gilt dann bereits ohne Zutun eines Notars und ist einklagbar. Den Vertrag in zwei Sprachen zu bekommen, sollte ebenfalls die Regel sein. Zudem müssen sie sichergehen, ob das Haus überhaupt legal errichtet wurde. Gerade in Südeuropa sind Schwarzbauten leider keine Seltenheit.
Wer aber in einer Ferienregion investiert, kann die Wohnung nicht nur leichter vermieten, sondern findet oft auch deutschsprachige Makler, die dabei helfen können, alle benötigten Unterlagen zu beschaffen. Auch deutschsprachige Anwälte können idealerweise bei den steuer- und eigentumsrechtlichen Fragen helfen. Gerade auch dann, wenn es später darum geht, die Immobilie als Altersruhesitz zu nutzen.

Denn wie jeder Käufer auch, ist auch jedes Haus individuell. Bevor man investiert muss man also sehen, ob man zueinander passt. Damit es passt. 

 
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