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Gold, eine sichere Sache? Und eine Anlage, die sich rentiert?

„Sicher ist nichts auf dieser Welt“ ist eine Weisheit, die auch für die Finanzwelt gilt. Dort allerdings sorgt der Begriff Sicherheit bei Anlegern bisweilen für Verwirrung – geht es um Sicherheit vor einem Totalverlust oder um Sicherheit vor Wertschwankungen? Aktien der Großwerft Bremer Vulkan oder des amerikanischen Energieunternehmens Enron waren am Ende nichts mehr wert – wer als Investor bis zuletzt den Aktiengesellschaften die Treue gehalten hatte, verlor seinen gesamten Einsatz. Über mehrere Jahrtausende und alle Schwankungen hinweg besaß Gold jedoch immer einen Wert, und es gibt keinen Anlass, daran für die Zukunft zu zweifeln.

Der Goldpreis mag zwar erheblich schwanken, Gold wird jedoch immer einen Wert haben.

Dass Gold eben ein Sachwert sei, werfen seine Fans dann gern ein. Das allerdings ist nur teilweise zutreffend, denn seine Qualität als Sachwert spielt das Metall nur in der Schmuckherstellung und in industrieller Produktion aus, außerdem bei medizinischer und zahnmedizinischer Verwendung. Das Anlagegold aber – gleichgültig, ob ein Krügerrand als Patengeschenk oder die rund 500.000 Barren mit einem Gesamtgewicht von über 6.000 Tonnen, welche die New Yorker Federal Reserve Bank in ihren unterirdischen Gewölben in Manhattan lagert – ist weitgehend Glaubenssache, fast so wie Papiergeld.

Tatsache ist jedenfalls, das der Goldpreis erheblichen Schwankungen unterliegt, und diese Volatilität (gemessen als annualisierte durchschnittliche Standardabweichung der monatlichen Renditen) fällt über lange Zeiträume hinweg sogar stärker aus als die der internationalen Aktienmärkte. So betrug sie etwa beim MSCI World, dem sehr breitgefassten Index, der aktuell branchenübergreifend mehr als 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern auflistet, zwischen 1975 und 2018 15,1%. Im selben Zeitraum lag die Schwankungsbreite des Goldpreises mit 15,8% darüber. Und wurden die Goldanleger zumindest durch eine höhere Rendite für diese Ausschläge entschädigt? Die Redaktion des Verbraucher-Ratge-bers Finanztip hat nachgerechnet: die Rendite des MSCI World zwischen 1975 und 2018 betrug 8,6% p.a., während die Gold Bugs eine Wertsteigerung von 3,8% verbuchen konnten.

Die Volatilität des Goldpreises übertrifft sogar die der internationalen Aktienmärkte – und das bei viel geringeren Renditen.

Doch auch, wenn andere Zeiträume ausgewertet werden, liegt die Rendite von Gold in aller Regel unter der von anderen Anlageklassen. Gerd Kommer, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und Buchautor („Souverän investieren vor und im Ruhestand“) nahm sich etwa die 119 Jahre von 1900 bis 2018 vor und berechnete die realen Renditen, also unter Berücksichtigung der Inflation. Das Ergebnis bestätigt zwar den Ruf des Goldes als Schutz gegen Geldentwertung, seine Rendite lag bei 0,6% p.a. Mit einer annualisierten Rendite von 5% stach eine globale Aktienanlage das Edelmetall allerdings klar aus. (Auf einem anderen Blatt steht natürlich, dass solch ein international gestreutes Investment in den meisten Jahren des Untersuchungszeitraums für einen Privatanleger nicht möglich gewesen wäre, für ihn sind die Eintrittsbarrieren zur Börse erst in den vergangenen Jahrzehnten und besonders durch das Internet weggefallen.)

Gold kann in einem diversifizierten Portfolio seine größten Stärken aus-spielen und Wertschwankungen im Aktienmarkt glätten.

Die Wertschwankungen beträchtlich, die Rendite mäßig. Verbietet sich die Goldanlage also für einen kühl kalkulierenden Investor? Keineswegs, denn besonders in den vergangenen vier Jahrzehnten spielte das Edelmetall wiederholt seine eigentlich Stärke aus – in Form der Diversifikation, der Wert-schwankungen des Portfolios glättet, wenn es an den Aktienmärkten Verwerfungen gibt. Während der weltweiten Finanzkrise sackte der MSCI World zwischen dem Herbst 2007 und dem Frühjahr 2009 zeitweilig um rund 46% ab, doch im selben Zeitraum stieg der Goldpreis um annähernd 44% an. Solch eine starke gegenläufige Entwicklung stellt sich nicht zwangsläufig bei jeder Verwerfung an den internationalen Aktienmärkten ein, bisweilen sinkt dann der Goldpreis auch, nur eben längst nicht so stark wie die Kurse von Unternehmensanteilen – so geschehen etwa bei den Erschütterungen der Finanzmärkte, die von der japanischen Immobilienkrise in den Jahren 1989/90 ausgelöst wurden. Doch auch in so einem Fall spielt das Gold für das Portfolio immer noch eine stabilisierende Rolle, sodass es mit einem Anteil von fünf oder zehn Prozent der Asset-Allokation andere Vermögensklassen auszubalancieren hilft.

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