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Sechs spannende Start Ups und Gründer

Personalisierte Medizin, sprunghafter technologischer Fortschritt, den Markt umkrempelnde neue Wettbewerber – alles Faktoren, die das Ökosystem des Gesundheitswesens, so wie wir es kennen, auf den Kopf stellen werden. Es ist schwer zu prognostizieren, wohin sich der Markt im Detail entwickelt. Fest steht: Ein Investment in ein einzelnes Unternehmen ist riskant.
Die Haspa Experten empfehlen, auf einen Gesundheitsfond mit Schwerpunkt Medizintechnologie zu setzen und haben ein entsprechendes Produkt im Angebot (siehe unser Experten-Interview). Um Ihnen Lust zu machen auf das, was in Zukunft möglich sein könnte, stellen wir Ihnen hier trotzdem einige Start Ups vor, die das Zeug haben, uns von einigen Bürden gesundheitlicher Einschränkungen zu befreien.

 

 
 Munevo

Einmal nicken und den Rollstuhl starten: Munevo

Das Team von Munevo, 2018 in München an den Start gegangen, hat eine intelligente Sondersteuerung für körperlich eingeschränkte Menschen entwickelt, die ihren elektrischen Rollstuhl nicht auf herkömmliche Art navigieren können. Mithilfe einer Smartglass können die Benutzer erstmals durch Kopfbewegungen den Rollstuhl von A nach B bewegen. Smartglasses sind Datenbrillen, die wie tragbare Computer auf die Nase gesetzt werden und in der Lage sind, Kopfbewegungen aufzuzeichnen und in Steuerungs-Befehle umzuwandeln. Die Anwendung ist mit den meisten Rollstuhl-Modellen kompatibel und kann kabellos über Bluetooth verbunden werden. Weitere Infos: munevo.com  

Der Körper wird Pharmazeutiker: CureVac

CureVac wurde an der Uni Tübingen gegründet, ist als echtes Unicorn etwa 1,5 Milliarden Euro wert und will die Welt verändern. Beteiligt ist unter anderem die Bill & Melinda Gates Stiftung. CureVac setzt auf individuelle Arzneimittel. Der Körper soll selbst Abwehrkräfte gegen Krankheiten produzieren. Um das zu erreichen, wurde das Botenmolekül Messenger-RNA (mRNA) medizinisch nutzbar gemacht. Das Prinzip ist vielversprechend: Natürliche mRNA wird als Informationsträger für die Bauanleitung von Proteinen verwendet, durch die der Körper sein eigenes, maßgeschneidertes Medikament gegen eine Vielzahl von Erkrankungen selbst herstellen kann. 2022 soll ein auf diesem Prinzip basierendes Medikament gegen Tollwut auf den Markt kommen. Weitere Infos: https://www.curevac.com/de/

Implantate, die zu Knochen werden: Medical Magnesium

Ist ein Knochenbruch verheilt, steht oft noch eine zweite Operation an. Wenn nämlich orthopädische Implantate aus Titan oder Polymeren zum Einsatz kommen, müssen sie in einer nicht unkomplizierten zweiten Operation entfernt werden. Medical Magnesium (MM), 2015 als Start-Up aus der RWTH Aachen gegründet, will die operativen Rückholaktionen überflüssig machen. Unter der Ägide der beiden engagierten Gründer Kilian Reuß und Florian Coppers entwickelt MM bioabsorbierbare Implantate. Bioabsorbierbar meint, dass die Implantate vom Körper abgebaut werden, operative Entfernungen entfallen. Die neuen Implantate werden aus speziell beschichtetem Magnesium hergestellt, das nach der Heilung in Knochen umgewandelt wird. Weitere Infos: www.medical-magnesium.com

Bionische Handreichung: Vincent Systems

2009 gegründet, baut Vincent Systems in Karlsruhe heute die angeblich beste bionische Hand der Welt. Die Firma für Medizintechnik hat sich auf die Entwicklung und Herstellung spezieller Handprothesen spezialisiert. Für das Zusammenspiel von Mechatronik, Elektronik und Software brachte Gründer Stefan Schulz 15 Jahre Erfahrung in humanoider Robotik von seiner Zeit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit. Dort war er als Leiter einer Projektgruppe tätig. Jüngst brachte das Unternehmen die kleinste multiartikulierende Handprothese mit sechs Mikro-Motoren auf den Markt. Die intuitive Steuerung lernt der Prothesenträger über eine Trainings-App. Weitere Infos: https://vincentsystems.de/

Daten sammeln im Vorübergehen: FeeTMe

Mit dem Alter büßen wir an Mobilität ein und werden anfälliger für chronische Krankheiten. Das französische Start-Up FeetMe hat eine mit Sensoren bestückte Einlegesohle entwickelt, die differenzierte Bewegungsanalysen in Echtzeit ermöglicht. 2017 in einer Finanzierungsrunde mit 1,95 Mio. Euro unterstützt, wurde die ambulante Gehanalyse über Druck- und Bewegungssensoren weiterentwickelt und mit einer integrierten Rechenfunktionen kombiniert. Das FeeTMe-System Hilft bei der Identifizierung, Diagnose und Behandlung von Gehstörungen, verkürzt Krankenhausaufenthalte durch fernüberwachte Programme. Sie ermöglicht es Pharmaunternehmen, klinischer Studien durch hochpräzise Messungen zu optimieren.
Weitere Infos: https://feetme.fr/fr

Herzensangelegenheit von Anfang an: Northh medical

Die Pränataldiagnostik gilt Experten als lukrativer und stark umkämpfter Markt. Wissenschaftler arbeiten beispielsweise an Untersuchungen, mit denen sich eine Vielzahl von Veränderungen des kindlichen Erbguts ohne Eingriff in den Mutterleib ablesen lassen. Mittlerweile ist es US-Wissenschaftlern gelungen, das komplette Erbgut eines ungeborenen Kindes aus etwas Blut der Mutter und Speichel des Vaters zu entziffern. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Hamburger Unternehmen Northh medical hat einen etwas anderen Ansatz. Es arbeitet an der Entwicklung eines Gerätes, das Herzstörungen bei Ungeborenen bereits im Mutterleib erkennbar macht. Bisherige Aufnahmen via Magnetic Resonance Imaging (MRI) sind dafür zu unscharf. Weitere Infos: http://www.northh.de/

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