Vor allem die Wünsche und Erwartungen der Kunden bringen Unternehmen dazu, sich mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen, konstatiert eine Bertelsmann-Studie. „Politische Regulierungen werden dagegen eher als eine Frage der Pflichterfüllung gesehen.“ Woher die Impulse auch kommen: Der Druck ist da.
Derzeit gibt es drei überzeugende Gründe, ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen:
Lieferkettengesetz
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, wie es offiziell heißt, betrifft eigentlich nur Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeiter*innen und 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Eine Umfrage unter Mittelständlern hat kürzlich gezeigt, dass sich nur ein Viertel direkt von diesem Gesetz betroffen sehen. Weitaus mehr, nämlich 43 Prozent der Mittelständler, müssen allerdings wegen geschäftlicher Verflechtungen den Vorgaben des Gesetzes nachkommen. Was nur mit einem Nachhaltigkeitsmanagement gelingen kann.
CSRD
Rund 15.000 deutschen Unternehmen müssen demnächst
Nachhaltigkeitsberichte nach den Vorgaben der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) erstellen. Diese Berichte orientieren sich inhaltlich an den ESG-Kriterien, fragen also Daten für E wie Environment (Umwelt), S wie Social (Soziales) und G wie Governance (Unternehmensführung) ab. Diese Kriterien werden durch die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) inhaltlich detailliert aufgefächert,
als delegierte Rechtsakte durch die Europäische Kommission verabschiedet und damit in geltendes Recht überführt. Schon um diese Vielzahl an Daten zu sammeln und aufzubereiten, braucht es ein Nachhaltigkeitsmanagement .
Intrinsische Motivation
Ein Nachhaltigkeitsmanagement ist generell sinnvoll für alle
Unternehmen, die aus eigenem Antrieb ihre nachhaltige
Transformation vorantreiben wollen: Es macht Fortschritte sichtbar und messbar.
Was auch immer die Motivation ist: Der Aufwand bei der Aufgabe, ein Nachhaltigkeitsmanagement aufzubauen, sollte nicht unterschätzt werden. Immer allerdings sollte der Aufbau den folgenden fünf Schritten folgen.
Ein Team für die Bestandsaufnahme
Um herauszufinden, wo das eigene Unternehmen in Sachen „Nachhaltigkeit“ steht, ist eine Bestandsaufnahme unverzichtbar. Dafür sollte ein Team aus verschiedenen Abteilungen zusammengestellt werden, sodass möglichst viele Facetten einfließen. Ganz wichtig: Es geht nicht nur um Umwelt- und Klimathemen; Soziales und Fragen der Unternehmensführung sind gleichberechtigt. Häufig ergibt sich aus der Bestandsaufnahme, dass das Unternehmen in vielen Bereichen bereits nachhaltiger – sprich: verantwortungsbewusster – unterwegs ist als ihm selbst bewusst war. Allerdings zeigen sich zugleich Lücken – und damit Handlungsbedarf.
Von der Wesentlichkeitsanalyse zum Handeln
Was tun? Um sich nicht in Dutzenden von Einzelprojekten zu verzetteln, ist eine Wesentlichkeitsanalyse der nächste Schritt. Aus ihr ergibt sich, auf welche Themen sich das Unternehmen konzentrieren sollte. Dabei fließen auch die Erwartungen von Belegschaft, Geschäftspartnern, Kunden und anderen Stakeholdern ein – die müssen dafür natürlich befragt werden. Die Analyse führt zu priorisierten Handlungsfeldern. Es kann (fast schon) losgehen!
So strategisch ist Nachhaltigkeit
Um sich gleichwohl nicht zu verzetteln, wird die Wesentlichkeitsanalyse überführt in eine Nachhaltigkeitsstrategie. Sie klärt die Ambition bei den verschiedenen Handlungsfeldern. Indem Ziele mit konkreten Maßnahmen verknüpft werden, wird klar, wo, schnelle Erfolge („Quick Wins“) möglich sind, und wo ein längerer Atem notwendig ist. Die Ziele werden mit konkreten Zahlen verknüpft, um Erfolge messbar zu machen.
Daten erheben
Aussagekräftige Daten sind unverzichtbar für ein funktionierendes Nachhaltigkeitsmanagement. Welche Daten gerade im Rahmen der zunehmend verpflichtenden ESRS benötigt werden, erklären entsprechende Leitfäden, die mittlerweile branchenspezifisch vorliegen. In aktuellen Umfragen bemängelt allerdings die Hälfte der damit befassten Manager die Qualität der bereits vorliegenden Daten. Hier haben viele Unternehmen deutlichen Handlungsbedarf. Investitionen in Datensysteme, um beispielsweise Emissionswerte zu erfassen, sollten dabei im Kontext der internen Steuerung gesehen und bewertet werden.
Kommunizieren – nach innen und nach außen
Bei der nachhaltigen Transformation sollen alle Beschäftigten mitziehen. Deshalb muss die Belegschaft früh und umfassend einbezogen werden. Erfahrungsgemäß kommt eine Vielzahl der Anregungen für das Nachhaltigkeitsmanagement von den Kolleginnen und Kollegen. Und wenn es erste Erfolge zu feiern gibt: Dann soll auch der Rest der Welt gern davon wissen!
Nachhaltigkeit ist ein Dauerthema, dasselbe gilt für das Nachhaltigkeitsmanagement. Ziele werden nachjustiert, neue Aufgaben werden angegangen. Daher ist es sinnvoll, eine*n Nachhaltigkeitsmanager*in fest mit dieser Aufgabe zu betreuen. Bei größeren Unternehmen ist es sogar überlegenswert, ein kleines Team einzusetzen. So oder so: Ein enger Draht zur Geschäftsführung ist zwingend.
Bei manchen Unternehmen ist es allerdings kaum möglich, jemanden komplett für Nachhaltigkeitsaufgaben abzustellen. Bei begrenzten Kapazitäten ist es umso wichtiger, die Prioritäten richtig zu setzen. Sprechen Sie mit unseren Beratern über Ihren ESG-Score und erfahren Sie, in welchen Bereichen wir an Ihrer Seite besonders hohen Handlungsbedarf sehen.
Oder sprechen Sie mit unseren Kolleg*innen vom Zukunftskompass ESG – Ihre persönliche Beratung auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft!
Die Haspa verfügt über ein umfassendes Netzwerk an Expert*innen, auch zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement. Sprechen Sie Ihren Berater an! Damit mit einem engagierten und erfolgreichen Nachhaltigkeitsmanagement der Wandel hin zu einem langfristig zukunftsfähigen Unternehmen gelingt.
Unser Netzwerk ist Ihr Vorteil: Unsere Netzwerkpartner unterstützen Sie bei jedem einzelnen Schritt.
Unser Partnernetzwerk mit Spezialisten rund ums Nachhaltigkeitsmanagement steht mit Rat und Tat zur Verfügung. Wir vernetzen Sie gerne – und bleiben dabei für Sie immer fester Ansprechpartner.
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