Die Baubranche steht vor einem Wandel: Um die nachhaltigen Gebäude von morgen zu gestalten, spielt Holz als Baustoff eine zentrale Rolle. In vielen Bundesländern wird bereits jedes vierte Wohnhaus als Holzkonstruktion umgesetzt, in Baden-Württemberg sind es sogar 39 Prozent. Hamburg zuckelt mit einem Anteil von 8,9 Prozent hinterher.
Tim Riedesser will aufholen. „Wir haben es uns zur Mission gemacht, durch nachhaltiges Bauen aktiv zum Klimaschutz beizutragen“, sagt der Unternehmensgründer der Riedesser-Bau GmbH & Co. KG . „Dabei setzen wir auf energieeffiziente Gebäude, ökologische Materialien und innovative Technik.“
Andere Betriebe mögen sich damit zufriedengeben, mit Holz zu arbeiten und damit als umweltschützend zu gelten. Die Riedesser-Bau geht jedoch einige Schritte weiter. „Bei der Umsetzung unserer Projekte, ist es unser Ziel, auf klimaneutrale Baustoffe und erneuerbare Energien zu setzen“, sagt Inhaber Tim Riedesser. So setzt der Betrieb aus Ellerau beim Dämmen von Dächern und Fassaden unter anderem auf Zellulosefasern, die aus recyceltem Zeitungspapier gewonnen, grob ausgefasert, mit mineralischen Salzen vermischt und dann in die jeweilige Konstruktion eingeblasen werden. „Dieser Prozess ist weit mehr als Recycling“, sagt Riedesser. „Es ist Upcycling, wie es im Baubereich zurzeit noch recht selten zu finden ist. “
3 Gründe für eine Transformation
Arbeit darf gern sinnstiftend sein. Wer nachhaltig handelt, wird als Arbeitgeber attraktiv für Fachkräfte und Auszubildende.
Kunden achten verstärkt auf das Selbstverständnis von Handwerksbetrieben. Wer glaubhaft nachhaltig arbeitet, bekommt häufiger den Zuschlag.
Betriebe, die staatlich geförderte Leistungen anbieten, können Kunden besser beraten – und damit dauerhaft an sich binden.
Durch die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit gewinnt die Riedesser-Bau an Attraktivität: Seit dem Start 2017 hat sich der Umsatz vervierfacht und die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wächst stetig. Ist der grüne Weg auch der Weg zu mehr Nachwuchs und qualifizierten Mitarbeitenden? „Definitiv“ antwortet Tim Riedesser. „Bewerber schätzen unsere Ausrichtung und sehen darin Sinn und Zukunft. “Im Team steigert das gemeinsame Ziel die Motivation und das Wir-Gefühl: „Nachhaltigkeit wird zum verbindenden Element.“
Diese enge Verbindung musste aufgebaut werden. Als die Riedesser-Bau mit der eigenen Transformation begann, nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diversen Schulungen teil, um dieses Wissen weiterzugeben. Und dann ging es allmählich los, Schritt für Schritt. Das Ellerauer Unternehmen setzt sich bewusst Zwischenziele. „Klare Etappen für Innen, wie z. B. die Digitalisierung des Büros helfen, den Wandel greifbar zu machen.“, so Riedesser. Die Gründung des Tochterunternehmens „SWG-Systeme GmbH“ war ebenfalls eine Etappe und logischer, nächster Schritt zugleich.
SWG-Systeme (Sonne, Wärme, Grün) bildet den Bereich der nachhaltigen Energien ab. So werden hier beispielsweise Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder auch Gründächer geplant, installiert und optimiert – etwa bei Volker Kühn am Tarpenring 13 in Langenhorn. Dort stand eine Dachsanierung an. Kühn wollte die Gunst der Stunde nutzen, bei dieser Gelegenheit 227 PV-Module aufs Dach zu stellen. „Wir wollten das gerne aus einer Hand“ , erinnert sich Kühn. Wichtig war ihm: „Das Bauchgefühl musste stimmen.“ Auf Vorschlag der Haspa (die auch die Finanzierung übernahm) sprach der Geschäftsführende Gesellschafter der Grundstücksgesellschaft Tarpenring 13 auch mit Johannes Uhl, seines Zeichen Geschäftsführer der SWG-Systeme. „Das Angebot hat gestimmt“, sagt Kühn. „Und das Unternehmen hat jederzeit schnell und kompetent reagiert, das war das ausschlaggebende Argument.“ Im März wurde die Baustelle eingerüstet und mit der Dachsanierung begonnen. Im Mai wurden die PV-Module installiert und mittlerweile ist die Anlage ans Netz angeschlossen. Volker Kühn ist mehr als zufrieden: „Rückblickend war das genau die richtige Wahl.“
Auch künftig die richtige Wahl sein: Deshalb setzen die Riedesser-Bau und SWG-Systeme konsequent auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien. Es werde „zunehmend ein Entscheidungskriterium für Kunden“, hat Unternehmer Tim Riedesser erkannt. „Wer hier zukunftsweisend aufgestellt ist, hebt sich vom Markt ab.“ Und erschließt neue Märkte – auch das passiert dem Unternehmen aus Ellerau. Riedesser: „Es entstehen immer neue Partnerschaften und Netzwerke – über die Branche hinaus.“
Drei Phasen: So gelingt die Transformation
Das Ziel: Bewusstsein im Betrieb schaffen und erste Weichenstellungen ermöglichen
Zeitraum: rund sechs Monate
Wie nachhaltig arbeiten wir? Dabei werden CO2-Emissionen gemessen und die verwendeten Materialien ebenso wie die Abläufe hinterfragt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen sich das fehlende Wissen für die neue Ausrichtung des Unternehmens drauf.
Eine Transformation ist immer auch ein Aufbruch ins Unbekannte. Damit man nicht allein ist: Partnernetzwerk aufbauen. Die Haspa hilft dabei gern.
Wandel ist nicht nur anstrengend, er kostet auch Geld. Der Staat unterstützt mit Fördermitteln – sprechen Sie mit den Fachleuten bei der Haspa!
Der Wandel muss nicht nur versprochen, sondern auch sichtbar werden. Dafür eignen sich Pilotprojekte, deren Effekt schon nach kurzer Zeit augenfällig wird.
Die Welt soll erfahren von der angestoßenen Transformation. Daher sollte der Wertewandel in Website, Marketing und Recruiting greifbar werden.
Das Ziel: Neue Angebote am Markt etablieren
Zeitraum: weitere zwölf Monate
Im nächsten Schritt werden Produkte identifiziert, die attraktiv für Kunden sind und wegweisend für die künftige Transformation des Unternehmens.
Dasselbe gilt für Betriebe, die eher Services als Produkte anbieten. Was ist attraktiv für Kunden und wegweisend für den eigenen Wandel?
Die fachkundige Beratung von Kunden, etwa über rechtliche Regularien oder Fördermöglichkeiten, zeigt Kompetenz und bringt einen Wettbewerbsvorteil.
Das Ziel: Nachhaltigkeit als Alleinstellungsmerkmal und Wachstumstreiber nutzen
Zeitraum: nach anderthalb Jahren
Eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden gezielt für spezielle Aufgaben weitergebildet. Damit wächst die Kompetenz – und gleichzeitig das Kundeninteresse.
Aktive Mitarbeit in Netzwerken vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Kontakte – und Aufträge.
Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, muss an vielen Stellschrauben gedreht werden. Ein Einstieg in die Energieberatung durch externe Berater oder Kooperation kann eine reizvolle Option sein.
Gemeinsam Richtung Zukunft: Mit den Lösungen der Haspa
Der S-Transformationskredit der Hamburger Sparkasse unterstützt Sie auf Ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Unternehmen. Er ermöglicht Ihnen mit attraktiven Konditionen beispielsweise Investitionen in eine umweltfreundliche Zukunft.
Der Haspa ZukunftsKompass ESG bietet Ihnen persönliche Beratung auf Ihrem Weg zu einem nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen. Gemeinsam mit Ihnen schauen wir auf die Herausforderung für Ihr Unternehmen und erarbeiteten Handlungsfelder, auf denen Sie aktiv werden können.
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