Weniger Bürokratie, mehr Nachhaltigkeit
Man kann es auch übertreiben.Das merken jetzt auch die EU-Gremien: Sie schrauben die Anforderungen zurück, wie viele Unternehmen welche Daten zum nachhaltigen Wirtschaften wie oft erheben und weiterleiten müssen. So wird die Zahl der Unternehmen, denen eine ausgefeilte Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD-Vorgaben abverlangt wird, wohl um mehr als 70 Prozent sinken. Und der Rest? Darf sich am VSME-Standard orientieren.
Berichterstattung für den Mittelstand
Angelegt ist der VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs) als freiwilliges Angebot für Mittelständler, um Kennzahlen für ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu erheben und zu kommunizieren. Der Standard besteht aus zwei Modulen mit insgesamt rund 100 verschiedenen Kennzahlen: dem Basis-Modul und dem darauf aufbauenden Comprehensive Modul, für das auch Strategisches abgefragt wird. Der Fokus liegt dabei auf unternehmens-internen Prozessen.
Ein Neuland namens VSME
„Derzeit ist der VSME noch Neuland für alle“, sagt Léa Hug. Sie ist Bereichsleiterin Nachhaltiges Wirtschaften bei B.A.U.M. Consult, einem versierten Partner im Netzwerk der Haspa. Begrüßt werde VSME vor allem von Unternehmen, die sich auf eine Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD-Vorgaben vorbereitet hatten und sich nun einen Großteil des Aufwands sparen können. „Die erhobenen Daten fließen jetzt eben in den VSME“, sagt Beraterin Hug. Auch wenn die Berichterstattung dadurch an Qualität und Tiefe verliere, „ist es besser, die Hürden zu senken und einfach mal anzufangen.“
Im Moment fangen die Unternehmen allerdings noch nicht an. Sie warten auf letzte politische Abstimmungen und inhaltliche Anpassungen. „Die Unternehmen haben die Pause-Taste gedrückt“, sagt Léa Hug, „aber schon in einigen Monaten wird’s richtig losgehen.“
VSME auf dem Weg zum neuen Standard
„VSME wird der neue Standard“, ist Daniel Schumann sicher. Die Vorteile liegen für den Nachhaltigkeits- und Software-Experten bei S-Management Services auf der Hand. Unternehmen müssen sowieso schon Daten erheben, wie intensiv sie sich mit ESG-Kriterien beschäftigen. Das Kürzel steht für Environment (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Das Lieferkettengesetz und demnächst auch CSRD verlangen Konzernen ab, ihre Geschäftspartner abzufragen, wie sie es mit ESG handhaben. Auch die Banken verlangen solche Zahlen – sie sind von ihrer Aufsichtsbehörde, der BaFin, dazu angehalten.
Heute für die Zukunft aufstellen: Mit dem Haspa ESG-Check
Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel sie in Sachen Nachhaltigkeit bereits tun. Mit dem ESG-Check der Haspa können Sie selbst verorten, wo Sie stehen. Zugleich bekommen Sie wertvolle Impulse, wo sich weitere Ansatzpunkte verstecken.
Die einfache Wesentlichkeitsanalyse
„VSME bringt Struktur ins ESG-Management“, sagt Experte Schumann, „allein mit Excel schafft das kein Unternehmen.“ Wo es noch kein Management von nachhaltigen Faktoren gibt, sollte jetzt mit einer sogenannten einfachen Wesentlichkeitsanalyse begonnen werden, empfiehlt Schumann.
Die einfache Wesentlichkeitsanalyse stellt zwei sehr einfache Fragen:
Aus Fragen wird Struktur
Anhand dieser Analyse können Themen identifiziert und bewertet werden. Daraus abgeleitet wird eine Wesentlichkeitsmatrix. Sie erlaubt es Unternehmen, Themen zu priorisieren und ihre Ressourcen effizient einzusetzen, um entsprechende Maßnahmen und strategische Entscheidungen anzugehen und umzusetzen. „Die einfache Wesentlichkeitsanalyse ist ein super Start für ein Nachhaltigkeits-Managementsystem“, sagt Schumann.
Nachhaltigkeit managen mit nawisio
In der Sparkassen Finanzgruppe wurde ein Tool entwickelt, das wunderbar taugt als Plattform für solche Managementsysteme: nawisio. „Die modulare und intuitive Software bündelt Nachhaltigkeitsaktivitäten strukturiert und effizient, schafft Transparenz gegenüber allen Anspruchsgruppen und ermöglicht die strategische Weiterentwicklung“, sagt Daniel Schumann. „Statt Excel-Chaos sorgen intelligente Module für strukturierte Daten, automatische Auswertungen, vernetzte Workflows und automatisierte Berichterstattung.“
nawisio kann VSME
nawisio ist für Unternehmen jeder Größenordnung konzipiert – vom Ein-Personen-Betrieb bis hin zu Konzernen. Die Lösung passt sich flexibel an individuelle Anforderungen an und unterstützt vielfältige Nachhaltigkeitsstrategien branchenübergreifend. Dabei können bereits erhobene Daten aus den gängigen Datenquellen wie SAP, Datex, Dynamics und natürlich Excel mit minimalem Aufwand integriert werden. Auch nawisio gibt es in verschiedenen Modulen – je nach Aufwand und Ausrichtung. Unternehmen könnten mit dem Basis-Modul starten, sagt Schumann, „sie können aber auch gleich den VSME-Standard auswählen.“
Passwort eintippen und loslegen
Mehr als 800 Unternehmen in Deutschland nutzen nawisio bereits. Sie können sicher sein, das relevante regulatorische Anforderungen auf dem neuesten Stand sind: „Wenn sich rechtlich etwas ändert“, sagt Daniel Schumann, „kommt das sofort in die Software – und damit umgehend bei den Kunden an.“
Ein weiterer Vorteil: Als „Software as a Service“-Lösung ist nawisio browser-basiert. Schumann: „Unternehmen brauchen nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort – und los geht’s.“
Nachhaltigkeit einfach managen – mit nawisio
Nachhaltigkeit ist kein Projekt von heute auf morgen. Aber mit nawisio und der Unterstützung der Hamburger Sparkasse haben Sie einen Partner an der Seite, der Sie Schritt für Schritt begleitet. So behalten Sie den Überblick, sparen Zeit und setzen die Themen um, die wirklich wichtig sind – für Ihr Unternehmen und für die Zukunft.
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