Weniger Bürokratie: Damit die Transformation wieder Fahrt aufnimmt

Weniger Bürokratie: Damit die Transformation wieder Fahrt aufnimmt

Die Dynamik der nachhaltigen Transformation erlahmt, vermeldet der aktuelle „Sustainability Transformation Monitor“. Diese Botschaft ist in Brüssel und Berlin angekommen: Berichtsanforderungen sollen vereinfacht werden.

Nachhaltigkeit rückt aus dem Fokus

Was bringt uns das? Diese oft kritisch gemeinte Frage begleitet die Transformation zum nachhaltigen Wirtschaften. Manuel Reppmann von der Universität Hamburg versteht die Vorbehalte: „Die Unternehmen haben den Aufwand heute, viele der Benefits kommen erst in der Zukunft.“ Reppmann hat am aktuellen „Sustainability Transformation Monitor“ mitgearbeitet. Die Studie erkundet, ob und wie schnell die Transformation bei Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden vorankommt. Zwei Erkenntnisse schälen sich dabei heraus. Erstens: Immer mehr Unternehmen etablieren Strukturen, um nachhaltige Prozesse zu fördern und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Zweitens: Das Momentum lässt allerdings nach.

Die Lösung: Vorgaben vereinfachen

Wie kann die Transformation wieder Fahrt aufnehmen? Brüssel hat erkannt: durch weniger (dafür konkrete) Kennzahlen für weniger Unternehmen. „Die angestrebte Vereinfachung kann eine Chance sein, wenn sie richtig umgesetzt wird“, sagt Uni-Hamburg-Forscher Manuel Reppmann. Das zeigt sich beispielhaft am VSME. Der Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs ist ein Angebot für Mittelständler, freiwillig Kennzahlen für ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu erheben und zu kommunizieren.

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VSME als neuer Standard?

Der Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs (VSME) ist ein Angebot für Mittelständler, freiwillig Kennzahlen
für ihre Nachhaltigkeitsleistungen zu erheben und zu kommunizieren. Dabei hat er das Potenzial, zum neuen Standard zu werden. Dieser Standard besteht aus zwei Modulen: dem Basis-Modul und dem darauf aufbauenden Comprehensive Modul.
Für beide Module werden rund 100 verschiedene Datenpunkte abgefragt. Das ist überschaubar und somit eine niedrige Einstiegshürde. Wobei: Das V bei VSME steht zwar für „voluntary“, doch wirklich freiwillig ist die Beschäftigung mit Nachhaltigkeitsthemen selten. Sowohl Banken als auch Geschäftspartner (durch das Lieferkettengesetz) sind gesetzlich angehalten, entsprechende Daten abzufragen. Derzeit werden jedoch sehr unterschiedliche Informationen abgefragt, was für die betroffenen Unternehmen mit unnötigem Aufwand verbunden
ist. Ein einheitlicher Standard wie der VSME könnte diese Abfragen bündeln und vereinfachen. Das könnte, optimistisch betrachtet, bereits im nächsten Jahr passieren.

Das richtige Maß finden

Sonst könnte der gute Wille weiter leiten. Die Hälfte der für den „Sustainability Transformation Monitor 2025“ befragten Unternehmen beschwert sich, dass der durch CSRD erzeugte Aufwand den Mehrwert übersteige – im Mittelstand sind es sogar 77 Prozent. Sie wünschen sich insgesamt weniger Berichtsanforderungen, sehen allerdings auch einen klaren Mehrwert. „So können viele Mittelständler mit der Idee der Wesentlichkeitsanalyse durchaus etwas anfangen“, sagt Reppmann, „da aus diesen Informationen und Daten sofort strategische Implikationen abgeleitet werden können.“ 

Unternehmen benennen Klimaziele

Bei CO2-Emissionen sieht die Datenlage bereits heute vergleichsweise gut aus. 91 Prozent der für den „Sustainability Transformation Monitor“ befragten Unternehmen befassen sich bereits mit ihren ausgestoßenen Treibhausgasen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer hat sich bereits Klimaziele gesetzt, ein weiteres Drittel arbeitet daran. Bei mehr als 70 Prozent liegt die Verantwortung für die nachhaltige Transformation auf Vorstands- oder Geschäftsführerebene.

Wie nachhaltig ist Ihr Unternehmen wirklich?

Viele Unternehmen unterschätzen, wie viel sie in Sachen Nachhaltigkeit bereits tun. Mit dem ESG-Check der Haspa können Sie selbst verorten, wo Sie stehen. Zugleich bekommen Sie wertvolle Impulse, wo sich weitere Ansatzpunkte verstecken.

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Es fehlen die Marktanreize

Je mehr sich Unternehmen in die Materie einfuchsen und vom Reden ins Machen kommen, desto schneller werden Probleme augenfällig. Als größte Hemmnisse der Nachhaltigkeitstransformation gelten mangelnde Ressourcen (65 Prozent), eingeschränkte Datenverfügbarkeit (50 Prozent), politische Unsicherheit (47 Prozent) sowie fehlende Marktanreize (47 Prozent). „Besonders auffällig ist, dass fehlende Marktanreize im Vergleich zum Vorjahr eine zunehmend bedeutendere Rolle spielen (+12 Prozentpunkte)“, heißt es in der Studie.

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Die Haspa als Begleiterin der Transformation

Anreize erwarten die Unternehmen nicht nur vom Markt, sondern auch von den Banken. „Finanzinstitute wollen und müssen sich positionieren – sinnvollerweise als Begleiter der Transformation“, sagt Manuel Reppmann. Genau so versteht sich die Haspa. „Wir begleiten Unternehmen sicher durch die nachhaltige Transformation, mit einer ganzheitlichen Beratung, einem Netzwerk an Experten und mit den notwendigen finanziellen Mitteln“, sagt Mieke Lindner, zuständige Abteilungsleiterin bei der Haspa. „Wir sind in Hamburg bestens vernetzt, auch mit den Behörden, Kammern, Verbänden und Förderbanken. Das alles können unsere Firmenkunden natürlich nutzen.“

Grüne Kredite und Fördergelder??

Um die nachhaltige Transformation zu bewältigen, wird sehr viel Geld investiert werden müssen. Das können Unternehmen nicht alles mit eigenem Kapital finanzieren. Deshalb sind zinsgünstige Finanzierungen wichtig. Das können beispielsweise grüne Bankkredite sein, aber auch öffentliche Fördermittel. „Mit unserem S-Transformationskredit bieten wir Unternehmen nicht nur einen Zinsvorteil, sondern unterstützen sie zugleich gezielt bei nachhaltigen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens”, sagt Mieke Lindner.Dabei versteht sich die Haspa als Lotsin bei der Transformation, auch in puncto Fördermittel: Welche Fördermittel passen? Wie kommt man günstig an Fördergelder? Wo gibt es Zuschüsse? „Das muss kein Unternehmen unbedingt alles allein herausfinden“, sagt Mieke Lindner. „Wir sehen unsere Aufgabe vor allen Dingen darin, Orientierung und Hilfestellung zu geben.“

Gemeinsam Richtung Zukunft: Mit den Lösungen der Haspa

S-Transformationskredit

Der S-Transformationskredit der Hamburger Sparkasse unterstützt Sie auf Ihrem Weg zu einem nachhaltigeren Unternehmen. Er ermöglicht Ihnen mit attraktiven Konditionen beispielsweise Investitionen in eine umweltfreundliche Zukunft.

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Der Haspa ZukunftsKompass ESG bietet Ihnen persönliche Beratung auf Ihrem Weg zu einem nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen. Gemeinsam mit Ihnen schauen wir auf die Herausforderung für Ihr Unternehmen und erarbeiteten Handlungsfelder, auf denen Sie aktiv werden können.

Strategisch mitdenken, finanziell unterstützen

Die Haspa erkundet in Gesprächen mit Firmenkunden, welche Optionen dieses spezifische Unternehmen hat und wo sich Handlungsfelder eröffnen. „Viele Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit der Wesentlichkeitsanalyse, um zu entscheiden, wo sie zu Beginn die Schwerpunkte setzen“, sagt Mieke Lindner. „Sobald das Unternehmen sich entschieden hat, was es wann und wie angehen will, machen wir Vorschläge zur Finanzierung und zur Einbindung von Netzwerkpartnern. Und dabei geht es natürlich oft darum, Fördermittel einzubinden.“

Mieke Lindner

Leiterin der Haspa-Abteilung Nachhaltigkeit und öffentliche Fördermittel

Telefon: +49 40 3578 - 98646
E-Mail: mieke.lindner@haspa.de

Hamburger Sparkasse
Dammtorstraße 1
20345 Hamburg

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