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Pressemeldung

Vermögensbarometer 2022
Trotz Krise: Hamburger blicken am optimistischsten in die Zukunft

Hamburg, 25.10.2022 – Das Jahr 2022 ist geprägt von Krisen – ob Teuerung, Sorgen um die Energiesicherheit, Russlands Krieg gegen die Ukraine oder Corona-Pandemie. Das wirkt sich auf die finanzielle Zufriedenheit aus: Noch bis 2021 war sie mehr oder weniger stetig angestiegen – dieser positive Trend ist nach dem Ergebnis des Vermögensbarometers 2022 des Deutschen Sparkassen und Giroverbands (DSGV) sowie Zahlen der Haspa nun gebrochen.

Hatten sich 2021 noch 43 Prozent der Befragten (sehr) positiv über ihre finanzielle Lage geäußert, sind es ein Jahr später nur noch 38 Prozent. Als „eher schlecht“ oder „sehr schlecht“ stufen inzwischen 22 Prozent ihre finanzielle Lage ein. Die Hamburgerinnen und Hamburger beurteilen ihre gegenwärtige finanzielle Situation hingegen etwas besser als der Bundesschnitt. 42 Prozent schätzen sie als (sehr) gut ein, nur 21 Prozent als (eher) schlecht.     

Jüngere Menschen sind zufriedener
Am meisten Zufriedenheit herrscht unter den Jüngeren: 43 Prozent der 14- bis 29-Jährigen beurteilen ihre finanzielle Lage mit (sehr) gut. Dagegen sind es bei den 50-bis 59-Jährigen nur 34 Prozent und 37 Prozent bei den Menschen ab 60.

Das Einkommen macht den Unterschied
Neben dem Alter ist auch das Haushaltsnettoeinkommen entscheidend: Je höher das Haushaltsnettoeinkommen, desto größer die Zufriedenheit. So sind in der Einkommensklasse ab 2.000 bis unter 3.000 Euro 37 Prozent (sehr) zufrieden mit ihren Finanzen. Der Anteil steigert sich über die weiteren Einkommensklassen hinweg kontinuierlich auf 86 Prozent bei Haushaltsnettoeinkommen ab 6.000 Euro.

Finanzielle Erwartungen stark eingetrübt
Die Aussichten der Deutschen hinsichtlich ihrer eigenen finanziellen Situation trüben sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls erheblich ein. 31 Prozent aller Befragten rechnen in den kommenden zwei Jahren mit einer Verschlechterung der eigenen finanziellen Situation. Im Vergleich zum letzten Jahr ist das ein beachtlicher Sprung – 2021 waren es lediglich 13 Prozent. Damit gibt es kaum mehr einen Größenunterschied zwischen der Gruppe, die mit einer Verschlechterung rechnet, und derjenigen, die von einer Verbesserung (32 Prozent) ausgeht. Der Überhang der Optimisten ist im Vergleich zum Vorjahr von 24 auf einen Prozentpunkt abgeschmolzen. Das ist der schlechteste Saldo seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 – seitdem waren die Menschen nicht so pessimistisch wie heute.

Ältere deutlich skeptischer
Erneut ist das Alter entscheidend: Je jünger die Menschen, desto optimistischer blicken sie in ihre finanzielle Zukunft. 59 Prozent der 14- bis 29-Jährigen rechnen mit einer Verbesserung ihrer finanziellen Situation; bei den 30- bis 39-Jährigen sind es noch 43 Prozent; bei den 40-bis 49-Jährigen genau ein Viertel. Dieser Anteil sinkt bei den 50- bis 59-Jährigen weiter auf 16 Prozent und bei den über 60-Jährigen sogar auf elf Prozent.

Bundesweit Spitze: Hamburg bleibt optimistisch  
Im Vergleich der Bundesländer liegt Hamburg klar an der Spitze. Hier sind die Menschen mit Blick auf die Veränderung ihrer finanziellen Situation in den kommenden zwei Jahren deutlich positiver gestimmt als im Rest der Republik. 40 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, das ist der höchste Wert aller Bundesländer. In Thüringen, dem Schlusslicht, sind es gerade einmal 20 Prozent. Von einer verschlechterten Lage geht hingegen nur jeder Vierte Hamburger aus – der niedrigste Wert aller Bundesländer. Während sich auf Bundesebene Optimisten und Pessimisten die Waage halten, überwiegt in Hamburg somit klar der Saldo derer, die auch wieder von einer Verbesserung ausgehen.    

Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa: „Der Krieg in Europa, die hohe Inflation und die Energiekrise machen uns allen große Sorgen. Die Auswirkungen spüren auch die Hamburgerinnen und Hamburger jeden Tag in ihrem Geldbeutel. Gleichwohl: Ich bin überzeugt, dass wir da gemeinsam wieder rauskommen, so wie wir es auch bei Corona geschafft haben. Wir müssen unsere Energieversorgung und die Arbeitsplätze schützen.“

Konsumverhalten: Einkaufskorb bleibt leerer
Die Menschen haben sich zunehmend auf schlechtere Zeiten eingestellt und wollen dies auch weiterhin tun. Insbesondere die Inflation treibt die Menschen um und zwingen zum Verzicht: Aufgrund der Preissteigerungen haben sich fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) in ihrem Alltagsleben bereits eingeschränkt – so auch die Hamburger (63 Prozent).

Jeder Zweite hat Sparverhalten angepasst – die Hälfte spart mehr
Unsicherheit und Mehrausgaben spiegeln sich auch im Sparverhalten wider: 54 Prozent der Befragten haben ihr Sparverhalten aufgrund der aktuellen Entwicklungen angepasst oder planen dies zu tun – die Hälfte davon spart mehr, ein Drittel spart weniger und ein Sechstel wählt andere Anlageprodukte (oder hat dies schon getan). Beim Sparziel der Hamburger liegt – wenig überraschend – das zurücklegen eines Notgroschens für unerwartete Ausgaben auf Platz 1, gefolgt vom Sparen auf den nächsten Urlaub und der Altersvorsorge. „Wer dazu in der Lage ist, sollte sich um seine eigenen Finanzen kümmern und vorsorgen“, rät Dilek Knüpfer, Leiterin der Haspa-Filiale in Seevetal. „Vorsorge war noch nie so wichtig wie heute. Sonst droht später Altersarmut – insbesondere bei Frauen. Fondssparen ist eine sehr gute Möglichkeit auch mit geringen Beträgen langfristig ein kleines Vermögen aufzubauen und breit gestreut in den Aktienmarkt einzusteigen. Wichtig ist, bereits in jungen Jahren mit dem Sparen anzufangen und dies dann regelmäßig zu tun.“

Vor allem Jüngere sparen mehr
Mehr zu sparen ist vor allem eine Reaktion der Jüngeren: Diese Antwort haben 64 Prozent im Alter von 14- bis 29 Jahren gegeben. Stufenweise sinkt der Anteil mit steigendem Alter: 56 Prozent sind es bei den 30- bis 39-Jährigen, 49 Prozent bei den 40- bis 49-Jährigen. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind es nur noch 39 Prozent, und Menschen ab dem Alter 60 wollen immerhin zu 30 Prozent mehr sparen. Bei der Option „Weniger sparen“ zeigt sich das umgekehrte Bild.

Sorge vor Altersarmut wächst
Auswirkungen zeigen sich auch bei der Altersvorsorge. Zwar haben 61 Prozent der Befragten finanzielle Maßnahmen für den Ruhestand getroffen oder planen dies zu tun. Doch sehen sich 21 Prozent dazu nicht in der Lage. Und auch von jenen, die vorsorgen können, zweifeln fast ein Drittel an der zukünftigen finanziellen Absicherung im Alter oder halten es für ausgeschlossen, diese zu erreichen. Entsprechend steigt die Sorge vor Altersarmut: 22 Prozent der Befragten meinen, ihnen drohe diese – 2021 waren es noch 14 Prozent.


Für das Vermögensbarometer hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Juli 2022 mehr als 4.800 Menschen ab dem Alter von 14 Jahren online befragt. Auf jedes Bundesland entfallen mindestens 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

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