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Häufig gestellte Fragen

Wissenswertes rund um Ihre Existenzgründung.

In unseren FAQs finden Sie viele Tipps und wissenswerte Informationen rund um Ihre Existenzgründung.

Wir antworten auf Ihre Fragen

  • Wie beurteilen wir Bonität?

    Bei der Einschätzung von Bonität geht es uns nicht so sehr um die Vermögenssituation, also ob jemand schon Vermögen aufgebaut oder Kredite aufgenommen hat. Viel mehr interessieren wir uns für das Zahlungsverhalten bisher (z.B. wurden Rechnungen immer pünktlich bezahlt). Hierzu fragen wir bei der Schufa an, ob aufgenommene Kredite zurückbezahlt wurden und lassen uns von den kontoführenden Banken eine Auskunft geben, ob Lastschriften von Ihrem Konto abgewiesen wurden, weil nicht genug Guthaben zur Verfügung stand. Sollten nicht alle Zahlungen pünktlich erfolgt sein, hat das einen negativen Einfluss auf Ihre Bonität. Bestehende Kredite (die laufend bezahlt werden) und Schufa Einträge zu bestehenden Konten oder Kreditkarten sind aber nicht hinderlich. Wenn Sie wissen möchten was die Schufa über Sie gespeichert hat, können Sie sich eine Auskunft anfordern.

  • Muss ich Eigenkapital einsetzen?

    Grundsätzlich erwarten wir, dass Sie als Gründer auch Eigenkapital mit in die Finanzierung einbringen. Damit zeigen Sie, dass Sie auch bereit sind, Ihr eigenes Geld in die Idee zu investieren und somit vollkommen davon überzeugt sind. Die genaue Höhe verhandelt Ihr Haspa Berater individuell mit Ihnen. Als ersten Anhaltspunkt können Sie aber von ca. 15% des Gesamtkapitalbedarfs ausgehen. In Ausnahmefällen sind auch Finanzierungen mit sehr wenig oder ohne Eigenkapital möglich, dies sind aber tatsächlich Ausnahmen.

  • Was bedeutet angemessene fachliche und kaufmännische Qualifikation?

    Ihre Qualifikation sollte zu Ihrem Gründungsvorhaben passen. Branchenerfahrung hat nach unserer Einschätzung einen starken positiven Einfluss auf den Erfolg Ihres Vorhabens. Dieser ergibt sich einerseits aus den Kenntnissen selbst, aber auch aus den Kontakten zu Kunden, Lieferanten und weiteren Geschäftspartnern. Nicht für jedes Vorhaben brauchen Sie einen kaufmännischen Abschluss oder ein Fachstudium. Je nach Komplexität und Umfang Ihres Geschäftsmodells sind aber Erfahrungen im kaufmännischen Bereich oder in der Mitarbeiterführung hilfreich.

  • Muss ich Sicherheiten für eine Finanzierung stellen?

    Grundsätzlich möchten wir schon, dass Finanzierungen die wir vergeben zu einem gewissen Grad abgesichert sind. Das bedeutet aber nicht, dass Sie zwingend ein Haus oder ein Aktiendepot haben müssen. Hier arbeiten wir mit Wirtschaftsförderern wie z.B. der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH zusammen. Worauf Sie sich aber einstellen müssen ist, dass Sie persönlich für die Finanzierung haften werden. Hieran ändert sich auch nichts, wenn Sie vorhaben, eine GmbH oder andere haftungsbeschränkte Rechtsform zu wählen.

  • Welche Unterlagen werden für die Prüfung einer Finanzierung benötigt?

    Wir möchten einen Eindruck von Ihrer Geschäftsidee und von Ihnen als Gründer bekommen. Dafür bitten wir um einen Businessplan mit Erklärungen zur Geschäftsidee und der Finanzplanung sowie einen Einblick in Ihren persönlichen finanziellen Hintergrund und Ihre Erfahrungen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Unterlagen und Vorlagen zusammengestellt.

  • Was erwartet die Haspa von einem Businessplan?

    Der Businessplan soll es uns ermöglichen zu verstehen, was Sie planen und wie Sie damit Geld verdienen wollen. Je nach Geschäftsmodell gibt es unterschiedliche Aspekte, die wichtig sind. Der Standort eines Restaurants hat einen erhebliche Einfluss auf den Erfolg, bei einem Onlineshop geht es eher um Marketing und die Lieferanten während ein Softwareanbieter sich stärker auf die technischen Rahmenbedingungen seines Produktes fokussiert. Bitte konzentrieren Sie sich auf die Aspekte, die für IHR Geschäftsmodell relevant sind.

    Häufiger erhalten wir Businesspläne, in denen sehr umfangreich theoretische Grundlagen ausgebreitet werden, leider teilweise ohne diese dann auch anzuwenden. Z.B. werden diverse Rechtsformen erklärt, ohne aber anzugeben für welche sich der Gründer entschieden hat oder es wird ausführlich beschrieben, wie man eine Marketingstrategie erstellt, ohne aber die eigentliche Marketingstrategie vorzustellen. Wenn die Erläuterungen für das Verständnis notwendig sind, dann können Sie sie selbstverständlich bestehen lassen, es geht uns aber darum ganz konkret etwas zu Ihrem Vorhaben zu erfahren.

  • Muss ich den Businessplan ganz alleine schreiben?

    Es ist absolut legitim sich für die Erstellung des Businessplanes professionelle Hilfe (z.B. von Beratern) zu holen. Bei unserer Bewertung gibt es weder Vorteile noch Nachteile wenn Sie externe Hilfe nutzen, für uns sind die Inhalte entscheidend. Sie sollten allerdings vermeiden den Businessplan komplett von Jemand anderem schreiben zu lassen. Niemand außer Ihnen hat alle Informationen zum künftigen Unternehmen, daher lassen Sie sich gerne (insbesondere bei Formalien) helfen, sorgen Sie aber selbst für die Inhalte.

    Sie können für die Erstellung des Businessplans auch Vorlagen oder Software wie z.B. SmartBusinessPlan nutzen.

    Wenn Sie überprüfen möchten, ob der Businessplan für einen Dritten verständlich ist, können Sie einen Freund oder jemanden aus der Familie bitten, diesen probeweise zu lesen.

  • Wen kann ich ansprechen, wenn ich Hilfe bei der Erstellung des Businessplans brauche?

    Bei der Erstellung helfen z.B. die Handelskammer und die Handwerkskammer. Bei umfangreicheren Fragestellungen oder wenn Sie sich auch eine Begleitung über die Gründung hinaus wünschen, können Sie einen Unternehmensberater hinzuziehen. Die KfW bietet eine Beraterbörse in der Sie nach Jemandem suchen können, der zu Ihrer Branche und Ihrem Unternehmen passt.

    Zusätzlich zur persönlichen Beratung können Sie sich auch im Rahmen von Vorträgen und Workshops informieren. Hier wird zum Beispiel von der Hamburger Existenzgründer Initiative ein breites Angebot zur Verfügung gestellt.

  • Wen kann ich ansprechen, wenn ich Fragen zur Wahl der Rechtsform habe?

    Bei diesem Thema sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen: Welche Rechte und Pflichten sollen die Gesellschafter haben, haftet jemand persönlich für die Verbindlichkeiten des Unternehmens und wie wird das Unternehmen steuerlich behandelt? Zu einem Großteil der Fragen kann ein Anwalt für Gesellschaftsrecht Auskunft geben. Über die Rechtsanwaltskammer finden Sie Anwälte, die zu Ihrer Branche oder Ihrer Fragestellung passen.
    Es kann auch hilfreich sein dieses Thema mit Ihrem Steuerberater zu besprechen.

    Die Wahl der Rechtsform hat keine direkte Auswirkung auf eine Finanzierung mit uns oder mit Förderbanken. Wir finanzieren auch haftungsbeschränkte Rechtsformen wie z.B. eine GmbH. In diesem Fall erwarten wir aber, dass Sie als Gründer dennoch persönlich für die Finanzierung haften.

  • Worauf sollte ich achten, wenn ich einen Mietvertrag verhandle?

    Bitte denken Sie daran, dass manche Fördermittel für eine Finanzierung beantragt werden müssen, bevor Sie sich vertraglich für ein Investitionsvorhaben festgelegt haben. Sprechen Sie deshalb mit uns, wenn Sie sichergehen wollen, dass der Abschluss des Mietvertrags Ihrer Finanzierung nicht entgegensteht.

    Wir möchten Sie gerne an den Erfahrungswerten teilhaben lassen, welche wir über die Jahre im Zusammenhang mit Mietverträgen gesammelt haben. Für die finale Prüfung eines Vertrages empfiehlt es sich aber dennoch einen Rechtsanwalt einzubinden. Über die Rechtsanwaltskammer finden Sie Anwälte, die zu Ihrer Branche oder Ihrer Fragestellung passen.

    Laufzeit: Die Laufzeit kann auf zweierlei Weise betrachtet werden. Auf der einen Seite sichert Ihnen eine lange Laufzeit Planungssicherheit, da der Vermieter den Vertrag nicht einfach kündigen kann, wenn er seine Pläne für das Objekt ändert. Selbst wenn der Eigentümer wechselt, haben Sie die Sicherheit Ihren Standort zu behalten. Auf der anderen Seite bietet eine kürzere Laufzeit auch Ihnen mehr Flexibilität. Wenn Ihr Geschäft gut läuft und Sie wachsen wollen, wäre es schade langfristig an einen Vertrag gebunden zu sein. Auch wenn die Geschäftsidee nicht so aufgehen sollte, wie Sie es sich vorstellen, kann es hilfreich sein ein Ladengeschäft aufzugeben oder den Standort zu wechseln. Es gibt aber auch eine Möglichkeit von beiden Seiten zu profitieren: mit Verlängerungsoptionen. So können Sie z.B. einen Mietvertrag über feste 5 Jahre abschließen und haben im Anschluss die Option um weitere 5 Jahre zu verlängern. Wenn Sie sich mit dem Vermieter darauf einigen, können Sie sogar mehrere Optionen miteinander kombinieren. Wichtig ist, dass diese Optionen einseitig sind, also dass nur Sie als Mieter entscheiden können, ob der Vertrag verlängert wird oder nicht. Wenn der Standort wichtig für Ihr Geschäftskonzept ist wie z.B. für den Einzelhandel, dann ist die Laufzeit auch für die Finanzierung wichtig. In solchen Fällen möchten wir, dass die Laufzeit mindestens so lange ist, wie auch die Laufzeit unserer Finanzierung. Auch hierfür lassen sich wieder einseitige Optionen nutzen.

    Mietkaution: Bei den meisten Mietverträgen verlangt der Vermieter eine Mietsicherheit für den Fall, dass der Mieter seinen Zahlungen nicht nachkommt. Diese wird zwischen Mieter und Vermieter verhandelt, beträgt aber in der Regel 3 Monats-Warmmieten. Bei Gründern sehen manche Vermieter ein höheres Risiko und verlangen Sicherheiten von bis zu 6 oder sogar 9 Monatsmieten. Dies kommt allerdings nur selten vor und bindet sehr viel Kapital. Sie sollten sich also fragen, ob es Alternativen gibt und gegebenenfalls nachverhandeln. Mietsicherheiten können entweder als Kaution oder als Bankbürgschaft gestellt werden. Beides hat seine Vor- und Nachteile, die Ihr Haspa Berater mit Ihnen persönlich abwägt.

    Maklercourtage: Für Wohnungen gilt inzwischen das Bestellerprinzip bei Immobilienmaklern, dies ist bei Gewerbeobjekten nicht der Fall. Das bedeutet, dass Sie als Mieter höchstwahrscheinlich die Maklercourtage zahlen müssen. Anders als für Wohnungen gibt es für Gewerbeobjekte auch keine gesetzlichen Regelungen zur Höhe der Courtage. Unseren Erfahrungen nach bewegt sich diese zwischen 2 und 3,5 Monatsmieten. Hierbei ist aber auch darauf zu achten, auf was sich dieser Faktor genau bezieht. Es macht einen großen Unterschied, ob die Warm- oder Kaltmiete bzw. die Brutto- oder Nettomiete zu Grunde gelegt wird.

  • Worauf sollte ich achten, wenn ich einen Unternehmens-Kaufvertrag verhandle?

    Bitte denken Sie daran, dass manche Fördermittel für eine Finanzierung beantragt werden müssen, bevor Sie sich vertraglich für ein Investitionsvorhaben festgelegt haben. Sprechen Sie deshalb mit uns, wenn Sie sichergehen wollen, dass der Abschluss des Kaufvertrages Ihrer Finanzierung nicht entgegensteht.

    Wir möchten Sie gerne an den Erfahrungswerten teilhaben lassen, welche wir über die Jahre im Zusammenhang mit Kaufverträgen gesammelt haben. Für die finale Prüfung eines Vertrages empfiehlt es sich aber dennoch einen Rechtsanwalt einzubinden. Über die Rechtsanwaltskammer finden Sie Anwälte, die zu Ihrer Branche oder Ihrer Fragestellung passen. Bei einem Unternehmenskauf spielen auch steuerliche Aspekte eine wichtige Rolle, binden Sie daher auch frühzeitig Ihren Steuerberater in Ihre Pläne mit ein.
    Kaufgegenstand: Im Kaufvertrag sollte ganz genau definiert sein, was Sie kaufen oder eben nicht kaufen. Stellen Sie sicher, dass alle für den Betrieb notwendigen Vermögensgegenstände mit an Sie übergehen. Achten Sie aber auch darauf, dass Sie nicht aus Versehen Verbindlichkeiten bei Lieferanten, Banken, dem Finanzamt oder z.B. Pensionsrückstellungen übernehmen.

    Wettbewerbsverbot: Wenn Sie ein Unternehmen kaufen, tun Sie das in den meisten Fällen, weil Sie das Geschäftsmodell fortführen und mit den bestehenden Kunden arbeiten wollen. Damit der Verkäufer nicht nach kurzer Zeit ein neues Unternehmen mit gleicher Ausrichtung gründen und damit seine alten Kunden wieder ansprechen kann, sollten Sie ein Wettbewerbsverbot vereinbaren. Häufig ist dieses regional und zeitlich beschränkt z.B. Wettbewerbsverbot für 5 Jahre nach der Übernahme und innerhalb von 20km um das bestehende Unternehmen.

    Mitarbeiter: Bei der Übernahme von Unternehmen übernehmen Sie grundsätzlich auch alle bestehenden Mitarbeiter. Dies ist immer dann der Fall, wenn ein sogenannter Betriebsübergang vorliegt. Ob dieser vorliegt, hängt von diversen Faktoren ab, die nur im Einzelfall und am besten mit rechtlicher Beratung bewertet werden können. Daher sollten Sie in einem Kaufvertrag die bestehenden Arbeitsverhältnisse mit aufführen, damit Sie später keine böse Überraschung erleben. Es könnte z.B. sein, dass es Mitarbeiter gibt die schon lange krank sind oder in Elternzeit, die aber nach Ihrer Rückkehr wieder einen Anspruch auf Beschäftigung haben.

    Steuern: Ähnlich wie Arbeitsverträge, gehen auch Steuerverbindlichkeiten auf Sie als Käufer eines Unternehmens über. Lassen Sie sich daher vom Verkäufer im Kaufvertrag bestätigen, dass alle Steuern bezahlt wurden und dass der Verkäufer dafür einsteht, falls das Finanzamt doch noch Ansprüche für den Zeitraum vor der Übergabe erhebt.

So erreichen Sie uns

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