Büroflächenmarkt Hamburg

Starke Nachfrage, aber Großabschlüsse fehlen noch

Mit einem Umsatz von über 140.000 m² im zweiten Quartal konnte der Hamburger Büroflächenmarkt im ersten Halbjahr nahezu das Ergebnis von 2015 erreichen. Bemerkenswert ist das Ergebnis von 240.000 m² vor dem Hintergrund, dass es keine Großabschlüsse über 10.000 m² gab.

Blick über Speicherstadt Richtung City

Mit 240.000 m2 liegt der Umsatz am Hamburger Büroflächenmarkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur knapp hinter dem Ergebnis von 2015 zurück. Besonders gefragt waren Flächen zwischen 2.000 und 5.000 m2. Der Umsatzanteil in diesem Segment stieg nach Zahlen von Grossmann & Berger von 11 % auf 24 %. Noch keine Rolle hingegen spielen Flächen über 10.000 m2. Ihr Umsatzanteil lag in den ersten sechs Monaten des Vorjahres noch bei 20 %.

Starke Nachfrage

Der Umsatz von über 140.000 m2 allein im zweiten Quartal illustriert zusätzlich die starke Nachfrage nach Büroraum. Im Fokus stehen weiterhin die zentralen Lagen. Auf City und HafenCity entfallen 34 % des Umsatzes. Doch die größten Abschlüsse gab es in der City-Süd, die mit einem Anteil von 22 % auf Rang 2 des Teilmarktrankings liegt. Die Axa bezieht im kommenden Jahr 9.700 m2 im Fleetoffice und TUI Cruises 6.400 m2 im lange leerstehenden Doppel-XX-Haus.

Hamburg besticht durch seine heterogene Wirtschaftsstruktur. Im ersten Halbjahr 2016 wurden 19 % der Flächen von Beratungsunternehmen angemietet, 13 % entfielen auf die Bau- und Immobilienbranche.

Miete steigt

Zwar fiel die Spitzenmiete leicht um 50 Cent/m2 auf 24,50 Euro/m2, doch im Trend steigen die Mieten. Das verdeutlicht die um 30 Cent/m2 auf 14,90 Euro/m2 gestiegene Durchschnittsmiete. Neben steigenden Bau- und Grundstückskosten führt auch die Verknappung größerer Flächen ab 1.000 m2 in der City zu einem Anstieg der Durchschnittsmiete.

Leerstand sinkt

Von den 2016 fertig werdenden 290.000 m2 Bürofläche kommen unter 30 % spekulativ an den Markt. Und auch die 180.000 m2, die voraussichtlich im kommenden Jahr fertiggestellt werden, sind bereits zur Hälfte vermietet. So ist der Leerstand von 5,5 % Ende Juni 2015 auf 5,4 % zum Halbjahresende 2016 gefallen.

Angesichts einiger Großgesuche über 10.000 m2 ist ein Gesamtjahresergebnis von knapp 500.000 m2 durchaus erreichbar.