Hamburger Investmentmarkt

Gutes Ergebnis von 2015 noch übertroffen

Mit einem Investmentumsatz von über 2 Mrd. Euro im ersten Halbjahr hat Hamburg das gute Ergebnis von 2015 noch übertroffen. Die ungebrochene Liquidität bei gleichzeitigem Core-Fokus führt zu weiter sinkenden Renditen.

Gebäude Sprinkenhof

Im ersten Halbjahr gab es weniger Portfolio-Transaktionen und einen sinkenden Anteil internationaler Investoren.

Mit gut 2 Mrd. Euro Umsatz führt der Hamburger Investmentmarkt im ersten Halbjahr das Metropolenranking an. Dazu haben maßgeblich die Verkäufe über je 100 Mio. Euro beigetragen. Obwohl Portfolio-Verkäufe im ersten Halbjahr rar waren, dürfte der Sprinkenhof im Cloud 9 Portfolio der Allianz Real Estate die teuerste Immobilie sein. Das Gesamtpaket aus neun bundesweit verstreuten Immobilien kaufte Patrizia Immobilien für 400 Mio. Euro.

Ebenfalls für über 100 Mio. Euro wurde das Areal der Holsten Brauerei verkauft. Hier plant die Düsseldorfer Gerchgroup ab 2019 ein 750-Mio.-Euro-Quartier zu bauen. Bereits im ersten Quartal wurde der Telekom Campus in der City-Nord für 120 Mio. Euro an Amundi Real Estate verkauft. Im Juni folgte dann der Verkauf des benachbart entstehenden InterCity Hotels, das die Union Investment erwarb.

Da das Interesse weiterhin vor allem Core-Immobilien gilt, konnten die City und die Hafencity nach Zahlen von Grossmann & Berger knapp 50 % des Umsatzes auf sich konzentrieren. Es folgt der Hamburger Osten mit 11 %. Hier wird der Verkauf von vier Einzelhandelsimmobilien für allein 165 Mio. Euro wirksam.

Büros sind mit einem Umsatzanteil von 65 % weiterhin die bevorzugte Assetklasse, gefolgt von Einzelhandelsimmobilien (15 %) und Hotels (11 %).

Rückgang der Spitzenrendite

Die weiterhin große Liquidität sorgte für einen weiteren Rückgang der Spitzenrendite. Sie sank für Büro- und Einzelhandelsimmobilien zwischen dem 30. Juni 2015 und dem 30. Juni 2016 von 4,3 % auf 4 %. Für Top-Immobilien wurden bereits Renditen von unter 4 % umgesetzt.

Auf ein Viertel deutlich zurückgegangen ist der Umsatzanteil internationaler Käufer, der im ersten Halbjahr 2015 noch bei 53 % lag. Die stärksten Investorengruppen waren Offene Fonds/Spezialfonds mit 28 % sowie Pensionsfonds und -kassen mit 20 %. Mit einem Anteil von 52 % liegen Projektentwickler/Bauträger bei den Verkäufern vorn.

Da noch größere Abschlüsse erwartet werden, ist ein Gesamtumsatz von über 4 Mrd. Euro am Jahresende wahrscheinlich.