Marktbericht Grossmann & Berger

Neue Spitzenmiete am Büromarkt in Aussicht?

Mit 100.000 m² Büroflächenumsatz startete der Hamburger Büromarkt verhalten ins neue Jahr. Durch die Vermietung innerstädtischer Top-Projekte ist ein weiterer Anstieg der Durchschnittsmiete wahrscheinlich. Insgesamt erwartet Grossmann & Berger für 2016 weniger großvolumige Abschlüsse.

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Gegenüber dem ersten Quartal 2015 sank der Büroflächenumsatz im Startquartal 2016 um 23.000 m² auf 100.000 m². Nur zwei Eigennutzerabschlüsse sorgten nach Zahlen von Grossmann & Berger für Abschlüsse über 5.000 m². So kaufte eine Hamburger Krankenkasse in Wandsbek die Wandsbeker Zollstraße 91 mit 6.500 m². Zudem startete die Otto Group an der Haldesdorfer Straße im Stadtteil Bramfeld mit dem Bau eines 6.000 m² großen Gebäudes. Die größte Anmietung erfolgte durch Aerius Marine in Hohenfelde. Das auf Schiffsklimatechnik spezialisierte Unternehmen mietete 4.400 m² in der Hamburger Welle (Lübecker Straße 128). Sharp electronics mietete 4.000 m² im Cambium (Nagelsweg 33-35) in der City-Süd.

Künftige Spitzenmiete an der Waterfront
Die Spitzenmiete blieb mit 25 Euro/m² stabil, während die Durchschnittsmiete im Vergleich zum Jahresende 2015 um 10 Cent auf 14,60 Euro/m² stieg. Und Andreas Rehberg, Geschäftsführer bei Grossmann & Berger, erwartet durch die Vermietung von Neubauprojekten, wie Alter Wall (Art-Invest), Stadthöfe (Quantum), Esplace (Becken), dem Ensemble Shipyard und Watermark (ECE) in der Hafencity oder dem benachbarten Campus Tower (Garbe), Mieten konstant über 20 Euro/m² – und in der Folge eine steigende Durchschnittsmiete. Die künftige Spitzenmiete wird für die Waterfront des südlichen Überseequartiers erwartet. Schon jetzt werden in Projekten, wie Alter Wall, großflächig Mieten von bis zu 29 Euro/m² erzielt. Hier deutet sich Bewegung bei der seit 25 Jahren zwischen 21 und 24 Euro/m² verharrenden Spitzenmiete an.

2016 leicht rückläufiger Umsatz
Durch Fertigstellungen und Umstrukturierungen bei großen Unternehmen ist der Leerstand seit Jahresende leicht auf 5,5 % gestiegen. Damit liegt die Leerstandsquote allerdings deutlich unter den 6 % zum Ende des ersten Quartals 2015. 2016/2017 werden voraussichtlich 457.000 m² in 50 Projekten fertiggestellt, wovon allerdings bereits 57 % vorvermietet sind. "Für das Jahr 2016 rechnen wir mit weniger großvolumigen Abschlüssen, die für das positive Ergebnis von 2015 ausschlaggebend waren", erläutert Rehberg. "Der Flächenumsatz wird daher am Jahresende voraussichtlich bei 450.000 m² liegen."