Zinshausmarkt

erreicht mit 1,21 Mrd. Euro ein Allzeithoch

Ein Umsatzsprung um über 50 % auf einen Allzeitrekord von 1,21 Mrd. Euro ist die prägendste Zahl der aktuellen Daten zum Hamburger Zinshausmarkt 2015. Preissprünge gab es besonders in mittleren Lagen. Die begehrtesten Stadtteile waren Eimsbüttel und Harburg.

Mietshaus und parkende Autos

427 Abschlüsse im Zinshaussegment zählte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hamburg für das vergangene Jahr – 16 % mehr, als 2014. Der Umsatz von 1,21 Mrd. Euro knüpft an das bisherige Rekordjahr 2013 (1,19 Mrd. Euro) an.

Je Verkauf kletterte der Umsatz um gut 30 % auf 2,84 Mio. Euro – knapp hinter dem Wert von 2013, als 2,89 Mio. Euro notiert wurden. Je Quadratmeter Wohnfläche kletterte der Preis um 18 % auf 2.485 Euro. Grossmann & Berger zufolge haben sich die Mitte 2015 in Kraft getretene Mietpreisbremse und das Bestellerprinzip anders als erwartet kaum auf das Marktgeschehen ausgewirkt.

Starke Zuwächse in mittleren Lagen

Besonders starke Zuwächse gab es mit über 30 % in mittleren Lagen, wo im vergangenen Jahr durchschnittlich 2.479 Euro/m2 erlöst wurden. Damit wird hier inzwischen die 21fache Jahresnettokaltmiete erzielt. Im Durchschnitt aller Verkäufe lag der Kaufpreisfaktor bei 20,3.

In bevorzugten Lagen liegt der Vervielfältiger bei 25 und der Kaufpreis bei 4.012 Euro/m. Weniger profitieren konnten mäßige und schlechte Lagen von der aktuell starken Nachfrage.

Mit Blick auf die von den Investoren bevorzugten Lagen wird deutlich, dass auf den Süderelberaum mit 95 Abschlüssen nahezu ein Viertel aller Transaktionen entfielen. In Harburg allein wurden 19 Verkäufe gemeldet – Platz 2 hinter Eimsbüttel, wo im vergangenen Jahr 21 Investments getätigt wurden.