Bauarbeiten

Pfusch am Bau

Worauf Bauherren achten müssen

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Wenn beim Hausbau gepfuscht wird, kann das den Bauherren viel Geld kosten. Um das zu vermeiden, sollte bei der Bauabnahme genau hingesehen werden. Doch manche Fehler fallen zunächst gar nicht auf.

Häufiges Problem

Pfusch am Bau ist bei Neubauten ganz alltäglich. Der Bauherren-Schutzbund hat bei 100 untersuchten Bauvorhaben durchschnittlich 18 Mängel auf jeder Baustelle festgestellt. Ein Mangel liegt dabei dann vor, wenn der vorgefundene Zustand nicht dem entspricht, wie es laut Vertrag oder Bauvorschrift vorgesehen ist.

Feuchtigkeit gehört zu den häufigsten Mängeln, die von Bausachverständigen festgestellt werden. Typisch sind demnach eindringende Feuchtigkeit aufgrund mangelhafter Abdichtung von Fundament und Keller. Aber auch schlecht abgedichtete Fenster und andere Bauteile können für Feuchtigkeit im Gemäuer sorgen.

Rechte wahren

Um ihre Rechte zu wahren und eine Mängelbeseitigung zu erwirken, sollten Bauherren den Mangel möglichst mittels Fotos dokumentieren und dem Bauunternehmen schriftlich mitteilen, empfiehlt der Schutzbund.

Baumängel sind grundsätzlich schriftlich anzumahnen. Außerdem ist es zwingend erforderlich, dem Handwerker in dem Schreiben eine angemessene Frist für die Beseitigung des Baumangels einzuräumen. Nur dann sind später rechtliche Schritte gegen den Handwerker auch durchsetzbar.

Wer sich frühzeitig gegen Fehler absichert, kann viel Ärger und zusätzliche Kosten vermeiden. Damit lässt sich zwar Pfusch am Bau nicht verhindern, sehr wohl aber Ihr finanzielles Risiko minimieren. Hierbei unterstützt Sie unsere Checkliste:

Baumängel ABC

  1. Alle Baumängel mithilfe eines Fachmanns schriftlich – möglichst mit Foto – dokumentieren.
  2. Baumängel während der Bauzeit schriftlich anzeigen und eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung durch den Unternehmer setzen.
  3. Mängelbeseitigungskosten durch einen Fachmann einschätzen lassen und das Zurückbehaltungsrecht mindestens in Höhe des Zweifachen der voraussichtlichen Beseitigungskosten bei den Abschlagszahlungen wahrnehmen.
  4. Die Beseitigung von Mängeln kontrollieren.
  5. Bei Nichtanerkennung von Mängeln durch den Unternehmer, bei erheblichen Verzögerungen der Mängelbeseitigung sowie bei Verweigerung der Beseitigung einen Rechtsanwalt des Vertrauens einbeziehen.
  6. In Konfliktsituationen mit dem Unternehmer Rechtsrat zu weiteren Mängelrechten – wie Selbstvornahme, Minderung der Vergütung, Schadensersatz oder Rücktritt vom Vertrag – einholen.
  7. Bei der Bauabnahme mit Unterstützung eines Fachmanns die festgestellten Mängel im Abnahmeprotokoll festhalten und Fristen zur Mängelbeseitigung stellen.
  8. Nach der Abnahme während der fünfjährigen Verjährungsfrist auftretende Mängel schriftlich anzeigen und den Unternehmer mit Fristsetzung zur Mängelbeseitigung auffordern.