Kinderschutz

Yagmur Gedächtnisstiftung für besseren Kinderschutz gegründet

Yagmur Gedächtnisstiftung für besseren Kinderschutz gegründet

Michael Lezius, seit 35 Jahren Pflegevater und ehrenamtlich im Kinderschutz tätig, hat die Yagmur Gedächtnisstiftung als Treuhandverbrauchsstiftung unter dem Dach der Haspa Hamburg Stiftung gegründet.

Die Yagmur Gedächtnisstiftung gibt einen Impuls in die Zivilgesellschaft und in die Politik, die Verwaltung und die Gerichte, um den Kinderschutz verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen. „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass Tayler das letzte Kind war, das unter öffentlicher Aufsicht in Hamburg durch Misshandlung und Vernachlässigung zu Tode gekommen ist“, so der Initiator, Gründer und Stifter der Yagmur Gedächtnisstiftung Michael Lezius – ein ehemaliger Pflegevater (73). Neben Lezius wirkt Marcus Buschka von der Haspa Hamburg Stiftung im Vorstand der Yagmur Gedächtnisstiftung mit. Die neue Stiftung ist eine nicht rechtsfähige Treuhandverbrauchsstiftung unter der Verwaltung der Haspa Hamburg Stiftung. Dazu Marcus Buschka: “In elf Jahren sind sechs Kinder (Michelle, Jessica, Lara Mia, Chantal, Yagmur, Tayler) in Hamburg durch die leiblichen Eltern ums Leben gekommen. Wir unterstützen gern die Ziele der Yagmur Gedächtnisstiftung und übernehmen für die Verwaltung der Stiftung die Verantwortung.“ Michael Lezius hat den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss im Falle Yagmur begleitet, ebenso den Strafprozess gegen die leiblichen Eltern vor dem Landgericht. Er hat 20.000,- Euro als Basisfinanzierung (Stiftungspreis) zur Verfügung gestellt und will

 

  1. die UN-Kinderrechtskonvention bekannter machen (§§ 3, 19, 20)
  2. erreichen, dass die Kinderrechte über die Elternrechte bei Vernachlässigung und Misshandlung gestellt werden (Art. 1 und 2 Grundgesetz)
  3. einen Yagmur-Erinnerungspreis für „Zivilcourage im Kinderschutz“ vergeben
  4. eine qualitative Studie über die Kinderschutzarbeit der Stadt Hamburg jedes Jahr erstellen lassen
  5. das immer noch vorherrschende Mantra: „Blut ist dicker als Wasser“ bei Rückführungen durch Fachpublikationen obsolet machen, denn Kleinkinder binden sich nach 6 – 18 Monaten an die betreuende Person als soziale Eltern.

 

Am 18.12.2016 wird der Yagmur-Erinnerungspreis für „Zivilcourage im Kinderschutz“ vergeben. Das Preisgeld beträgt 2.000 Euro. Dazu Michael Lezius: „Wir benötigen für die Zeit bis 2024 noch 30.000 Euro, für das Jahr 2016 noch 3.000 Euro,  die wir über Spenden, Zustiftungen und Crowdfunding einwerben wollen“ mit der Forderung: „Freie und Hansestadt Hamburg – jetzt reicht es! Keine zu Tode misshandelten Kinder mehr unter öffentlicher Aufsicht! Schütze sie besser“. Außerdem erwarten wir, dass endlich die 33 Empfehlungen des PUA-Yagmur-Berichtes umgesetzt werden, wie z.B. die verpflichtende Einsetzung der Kinderkoordinatoren bei Kindeswohlgefährdungen, besonders nachdem die Rechtsmedizin/UKE dies festgestellt hat. Lezius ergänzt: „Wir bauen auf die Führungs- und Durchsetzungskraft der Sozialsenatorin Frau Dr. Melanie Leonhard.“ Neben einem Kuratorium und einer Stiftungs-Jury unterstützt ein Freundeskreis die Yagmur-Gedächtnisstiftung.

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