Pressemeldung

Haspa setzt Wachstumskurs fort und gewinnt Neukunden.

Über 80.000 Neukunden / 20 Mrd. Euro Kreditneugeschäft in drei Jahren / Rekordnachfrage in der Baufinanzierung / 80 neue Mitarbeiter für die Kundenberatung / Zufriedenstellendes Jahresergebnis / Qualitätsoffensive intensiviert.

Hamburg, 3. Februar 2011 – Die Hamburger Sparkasse AG (Haspa) setzt ihren erfolgreichen Wachstumskurs fort. Allein im Jahr 2010 konnten weitere über 80.000 Neukunden gewonnen werden. Darüber hinaus flossen der Haspa Einlagen zu, so dass die Kundengelder um rund 240 Mio. Euro zulegten. Das erwirtschaftete Jahresergebnis lag mit 79 Mio. Euro um 19 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau.

In den letzten drei Jahren hat die Haspa ein Kreditneugeschäft von insgesamt über 20 Mrd. Euro getätigt und so entscheidend dazu beigetragen, eine Kreditklemme in der Metropolregion zu verhindern. Mit ihrer Kreditvergabe hat der größte Mittelstandsfinanzierer Norddeutschlands eine wichtige Grundlage geschaffen, damit Hamburg expandieren und die Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen können.

„Die Haspa befindet sich unverändert auf solidem Kurs. Unser Geschäftsmodell, in der Region für die Region Einlagen sammeln und vor Ort Kredite vergeben, ist weiter aktuell. Wir haben kräftig Neukunden und Einlagen gewonnen – ein sichtbarer Vertrauensbeweis unserer Kunden in die Haspa. In der privaten Baufinanzierung konnten wir mit 21.500 Verträgen eine Rekordnachfrage verzeichnen und haben damit vielen unserer Kunden zum Eigenheim verholfen“, sagte Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa bei der Vorstellung der vorläufigen Jahresabschlusszahlen. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden weiter wachsen. Deshalb haben wir auch rund 80 neue Mitarbeiter für die Kundenberatung sowie 230 Azubis eingestellt.“

Das Wachstum des Kundengeschäfts der Haspa spiegelt sich auch im Anstieg der Bilanzsumme wider. Diese erhöhte sich im Jahr 2010 auf 38,2 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 0,7 Mrd. Euro oder 1,9 Prozent.

Anstieg beim Zins- und Provisionsüberschuss
Der Zinsüberschuss – die wichtigste Ertragsquelle der Haspa – erhöhte sich im Jahr 2010 um 8,2 Prozent oder 59 Mio. Euro auf rund 770 Mio. Euro.

Das Provisionsergebnis erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 239 Mio. Euro. Nachdem das Wertpapiergeschäft 2009 aufgrund der Finanzmarktkrise durch eine spürbare Zurückhaltung der Kunden gekennzeichnet war, konnte 2010 wieder ein Zuwachs verzeichnet werden.

Geschäftsfelder erfolgreich
Das Privatkundengeschäft der Haspa legte weiter zu. So konnte die Haspa im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Summe über 80.000 neue Kunden und Einlagen in Höhe von 240 Mio. Euro gewinnen. Vom Deutschen Institut für Servicequalität wurde die Haspa zudem zum wiederholten Mal als „Beste Bank“ in Hamburg ausgezeichnet.

Besonders erfolgreich verlief das Geschäft mit privaten Baufinanzierungen. In diesem Segment verzeichnete die Haspa mit über 20.000 neu abgeschlossenen Verträgen eine Rekordnachfrage – nicht zuletzt vor dem Hintergrund des niedrigen Zinsniveaus und der zunehmenden Bedeutung von Wohneigentum als Altersvorsorge.

Der HaspaJoker – das erfolgreichste Mehrwertbanking-Programm in Europa – ist bei den Hamburgern unverändert beliebt. So erhöhte sich die Zahl der HaspaJoker-Konten im Vorjahresvergleich spürbar auf 550.000 Stück. Zusätzlich zu den umfangreichen Bankdienstleistungen profitieren die Kunden von einer Vielzahl an Mehrwertleistungen, die im Rahmen eines Relaunches im vergangenen Jahr nochmals verbessert wurden.

Das Private Banking der Haspa hat im vergangenen Jahr sowohl Kundenzahl als auch Einlagen weiter steigern können. Im Dezember 2010 wurde das Private Banking mittlerweile zum 8. Mal in Folge als „Bester Vermögensverwalter“ im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Die Vermögensverwaltung hat mit diesem Ergebnis unter Beweis gestellt, dass sie das hohe Niveau ihrer Beratungsleistung über Jahre zu halten vermag. Anfang November wurde mit dem Haspa Private Banking Elbvororte ein zweiter Standort in Blankenese eröffnet, um dort noch näher bei ihren Kunden zu sein.

Im Firmenkundengeschäft ist die Haspa der Partner Nr. 1 in der Metropolregion – vom Start-Up über den Handwerksbetrieb bis hin zum großen mittelständischen Unternehmen. Als wichtiger Mittelstandsfinanzierer Norddeutschlands hat die Haspa maßgeblich dazu beigetragen, dass eine Kreditklemme in der Metropolregion in den Krisenjahren vermieden wurde. Die Kreditvergabe wurde binnen fünf Jahren mehr als verdoppelt und Lücken geschlossen, die andere Institute durch einen Rückzug im Kreditgeschäft mit dem Mittelstand hinterlassen haben. Als Partner des Mittelstands bietet die Haspa seit Jahren Globaldarlehen der KfW als Sonderkontingent für den Hamburger Mittelstand an. Gemeinsam mit der Haspa Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand wurde im Juni 2010 ein Eigenkapitalfonds für mittelständische Unternehmen in der Metropolregion aufgelegt. Dieses Engagement für ihre Kunden zahlt sich aus: Auch 2010 konnte die Haspa rund 1.500 Firmenkunden gewinnen.

Investitionen in Mitarbeiter und zukunftsweisende IT
Der Verwaltungsaufwand stieg in der Summe nur leicht um 0,9 Prozent auf 661 Mio. Euro. Der Sachaufwand erhöhte sich um 17 Mio. Euro auf 321 Mio. Euro. Hier schlagen sich insbesondere Investitionen in zukunftsweisende IT-Systeme nieder. Trotz zahlreicher Neueinstellungen ging der Personalaufwand aufgrund geänderter Bilanzierungsvorschriften um 3,2 Prozent auf 340 Mio. Euro zurück. Ein Teil des Personalaufwands findet sich nunmehr im sonstigen betrieblichen Aufwand, der entsprechend höher ausfiel.

Im Ergebnis erhöhte sich das Betriebsergebnis vor Bewertung um 4,1 Prozent auf 308 Mio. Euro.

Positives Bewertungsergebnis
Aufgrund ihres soliden, in der Region verankerten und nicht kapitalmarktorientierten Geschäftsmodells, war die Haspa von der Finanzmarktkrise deutlich weniger betroffen als andere Institute. Im vergangenen Jahr profitierte sie neben der vorsichtigen Anlagepolitik und einem guten Risikomanagement auch von der allgemeinen konjunkturellen Erholung. Die Wertberichtigungen im Kreditgeschäft waren daher erfreulich gering. Trotz konservativer Bewertungsansätze lagen sie mit 59 Mio. Euro wesentlich niedriger als im Vorjahr – um 55 Mio. Euro. Hier zeigt sich einmal mehr, dass Hamburgs Unternehmen die Krise gut gemeistert haben.

Zufriedenstellendes Jahresergebnis über Vorjahresniveau
Damit ergibt sich ein Betriebsergebnis nach Bewertung in Höhe von 168 Mio. Euro – ein Anstieg um rund 60 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung von Steuerzahlungen in Höhe von 83 Mio. Euro sowie einem außerordentlichen Ergebnis über -5 Mio. Euro hat die Haspa im Jahr 2010 ein Jahresergebnis in Höhe von 79 Mio. Euro erzielt, das sind 19 Mio. Euro mehr als im Vorjahr.

Ausblick
Das Jahr 2011 bleibt anspruchsvoll, bietet aber zugleich Raum für Optimismus – das gilt für das wirtschaftliche Umfeld im Allgemeinen und die Finanzbranche im Besonderen. Die Haspa prognostiziert für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 2 bis 2,5 Prozent. Damit bleibt Deutschland wie im Vorjahr Konjunkturlokomotive Europas und Hamburg das Zugpferd im Norden. Auch für den DAX ist die Haspa vor dem Hintergrund niedriger Zinsen, steigender Unternehmensgewinne und einer guten Liquiditätsausstattung optimistisch und erwartet ihn zum Jahresende bei 7.500 bis 8.000 Punkten.

„Wir blicken optimistisch in die Zukunft und wollen gemeinsam mit unseren Kunden Ziele erreichen“, sagt Vogelsang. „Die Haspa wird alles daran setzen, dass der Hamburger Wirtschaft auch in Zukunft ein ausreichendes und attraktives Kreditangebot bereit steht und die Hansestadt weiter wachsen kann.“ Anlass zur Sorge geben verschärfte Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen, die sich aus Basel III ergeben und auch die Stabilitätsanker in der Krise – Sparkassen und Genossenschaftsbanken – betreffen werden. Dies wird zu Kostenbelastungen für den Mittelstand führen.

Qualitätsoffensive intensiviert
Entscheidend für das Geschäftsmodell der Haspa ist die Kundenzufriedenheit. Deshalb wird die bereits vor drei Jahren begonnene Qualitätsoffensive in den kommenden Monaten weiter verstärkt.

So werden die neuen Beratungsleitfäden in den nächsten Wochen Schritt für Schritt in allen Filialen und Centern eingeführt. Mit ihnen werden Haspa-Kunden noch individueller und ganzheitlicher beraten. „Jedes Beratungsgespräch wird dadurch noch ausführlicher – aber diese Zeit nehmen wir uns. Ein umfassendes Beratungsgespräch ist und bleibt die Grundlage, um für jeden einzelnen Kunden eine passgenaue Lösung anbieten zu können“, sagt Vogelsang.

Ein eigener Unternehmensbereich „Qualitätsmanagement“, der direkt an den Vorstand berichtet, befasst sich zudem ausschließlich mit qualitätsrelevanten Fragestellungen, um für die Kunden eine noch bessere Service- und Beratungsqualität zu gewährleisten.

Damit untermauert die Haspa ihren Anspruch, den Kunden in den Mittelpunkt aller Unternehmensaktivitäten zu stellen und der kompetente Ratgeber bei allen Anlage- und Finanzierungsfragen für die Menschen in der Region zu sein.