Pressemeldung

"Wir starten gleich - Kein Kind ohne Schulranzen".

Pressegespräch und Foto-Termin am 8.5.2017 um 11.00 Uhr in der Hamburger Sparkasse, Haspa, Langenhorner Markt 3, 4. OG.

Klaus J. Behrendt, Hannelore Lay, Nicole Weber - Schulranzenaktion

Klaus J. Behrendt (Tatort-Schauspieler), Hannelore Lay (Vorsitzende des Vorstands "Stiftung Kinderjahre"), Nicole Weber (Haspa Regionalleiterin)

Der bekannte und beliebte Kölner Tatort-Schauspieler Klaus J. Behrendt fördert und unterstützt zusammen mit der Vorsitzenden der Stiftung Kinderjahre, Hannelore Lay, Erstklässler in Hamburg.
Schulsenator Ties Rabe hat die Schirmherrschaft für das gemeinsame Projekt übernommen.
Die Haspa Filialen in Norderstedt und Langenhorn bieten auch in diesem Jahr ihren Kunden die Übernahme von Patenschaften an.

Gemeinsames Projekt

Die Bildungschancen von Kindern sind allzu oft abhängig vom sozialen und finanziellen Status der Eltern. Wer in einer finanziell benachteiligten Familie aufwächst, hat es in der Schullaufbahn schwerer als andere Kinder. Hier setzt das gemeinsame Projekt "Wir starten gleich - Kein Kind ohne Schulranzen" der " Stiftung Kinderjahre" und des Vereins " Tatort - Straßen der Welt e.V." an.

Angeboten werden hochwertige Ranzen-Sets für Erstklässler, deren Familien sich einen Schulranzen nicht leisten können.

Die Wirkung des Projektes wird durch den Ansatz der frühen Unterstützung bereits ab dem 1. Schultag gesichert. Die Kinder entwickeln über den Stolz auf den eigenen schönen Ranzen, aufgefüllt mit dem notwendigen Schulmaterial, deutlich stabilere soziale Kompetenz. Die positiven Effekte sind nicht wissenschaftlich belegt. Jedoch berichten erfahrene ErzieherInnen und LehrerInnen über einen deutlich positiveren Grundschulverlauf bei diesen Kindern.

Rüstzeug für den Schulanfang

"Es ist nur eine kleine Maßnahme," so Hannelore Lay, "aber eine die hilft, traurige Gesichter zu vermeiden und von Anfang an die Gemeinschaft in den Klassenverbänden zu fördern."

Klaus J. Behrendt: "Damit ermöglichen wir diesen Kindern wenigstens materiell einen gleichwertigen Start in die Schule."  Von KiTas, Grundschulen und anderen Einrichtungen erfahren die Organisatoren, wie viele Ranzen jeweils benötigt werden. ErzieherInnen und LehrerInnen kennen die Situation in den Familien und bei Alleinerziehenden meist am besten. Behrendt: "Ansonsten bleibt alles anonym. Wir erfahren nicht die Namen der Familien, nur die Vornamen der Kinder. Die Kinder sollten wenn möglich gar nicht erst erfahren, dass es sich bei ihrem Ranzen um eine Spende handelt. Es soll unbedingt vermieden werden, die Kinder zu stigmatisieren, damit sie ihren Ersten Schultag genauso stolz, unbeschwert und glücklich begehen, wie alle anderen Kinder auch." Die Ranzen-Sets werden zudem noch durch Sachspenden mit Schulmaterial gefüllt.

Finanziert wird die Aktion aus Spenden. Rabatte und Sonderkonditionen reduzieren die Kosten eines kompletten Schulstarter-Sets auf ca. 60 Euro.

Zahlreiche Studien der letzten Jahre haben immer wieder belegt, dass die Chancen auf gute Bildung in Deutschland immer noch stark von der sozialen Herkunft der Familie abhängig sind. Dies beginnt bereits mit der Einschulung der Erstklässler. Ein wertiger Schulranzen mit allen notwendigen Materialien umfasst etwa 25 Positionen, was Kosten in Höhe von mindestens 120 - 150 Euro bedeutet. Dieser Betrag ist für viele Familien häufig schwer oder sogar gar nicht tragbar. D. h. viele Familien können ihren Kindern nicht oder nicht in vollem Umfang das notwendige Rüstzeug für den Schulanfang zur Verfügung stellen.

Das betrifft Kinder aus Familien, die Leistungsempfänger sind, Kinder von Alleinerziehenden in finanziellem Notstand, Kinder aus Familien mit Mindestlohneinkommen und Kinder in Obhut von Kinderheimen.

Gemeinsam stärker

Auch die Hilfe zur Einschulung für Flüchtlingskinder ist mit eingebunden.

Hannelore Lay: "Bereits im vergangenen Jahr bereiteten wir unsere diversen Projekte auf die zu erwartenden Kinder aus Syrien und anderen Ländern mit vor und konnten sie  ganz selbstverständlich integrieren und mit Schulranzen versorgen, sobald sie in unseren Partnerschulen ankamen."

Tausende Familien mit Kindern haben sich auf die gefährliche Flucht nach Deutschland begeben. Besonders die Kinder kommen in Deutschland schwer traumatisiert an und viele von ihnen ohne ihre Eltern. Weltweit waren noch nie so viele Kinder auf der Flucht. Allein in Syrien haben zwei Millionen Mädchen und Jungen durch Krieg und Gewalt ihr Zuhause verloren. Insgesamt sind mehr als ein Drittel aller Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, Kinder. Wir alle sind aufgerufen, auch ihnen zu helfen. Denn auch diese Kinder wollen und müssen eingeschult werden. "Wenn ich den Kindern" so Lay, "die teilweise Schreckliches erlebt haben, gegenüberstehe, fällt es mir sehr leicht, in ihnen eine zukünftige Generation zu sehen, die ich um ihretwillen und auch um meinetwillen hegen und pflegen möchte."

Bei der jährlichen Bedarfsermittlung sind beteiligt: Grundschulen, Kitas, Wohlfahrtsverbände, Familienzentren, Jugend- und Sozial­ämter, Kirchengemeinden, Einrichtungen der Flüchtlingsbetreuungen und viele andere.

Der "Tatort-Verein" führt das Projekt seit Jahren auch erfolgreich in den Städten Köln, Bonn, Troisdorf, Dortmund, Aachen und Wuppertal durch. Von 2012 bis Ende 2016 verteilte der Verein mehr als 3.000 Ranzen-Sets.

Die "Stiftung Kinderjahre" hat ihr Schulranzen-Projekt im Jahr 2013 gestartet und ist damit auf Hamburg und Norderstedt begrenzt. Hier wurden in diesem Zeitraum weit mehr als 1.000 Schulranzen zu den ABC-Schützen gebracht.

Gemeinsam wollen wir ab jetzt noch stärker sein! 

"Schulsenator Herr Ties Rabe hat die Schirmherrschaft für das Schulranzen-Projekt in Hamburg  übernommen", freut sich die Stiftungsvorsitzende.

Großzügige Unterstützung erhält das Projekt auch in diesem Jahr von der Hamburger Sparkasse. In deren Filialen in Norderstedt und Langenhorn kann man für  einmalig 10 Euro einen Patenpass für ein Kind erwerben, das einen Schulranzen benötigt und damit das Projekt fördern.

Aufruf zum Spenden

Für die diesjährige Einschulung in Hamburg rufen Schauspieler Klaus J. Behrendt und Hannelore  Lay immer noch zu Spenden auf! 

Konto Haspa: IBAN DE80 2005 0550 1022 2243 62
Konto Sparda Bank West: IBAN DE37 06 0590 0000 6666 66
Stichwort: Ranzen für Hamburg

Weitere Informationen unter  www.tatort-verein.org

Kontakt:
Ulrike Thönniges
Vorstand / Geschäftsführung
mobil: 0170-9862270
mail: ulrike.thoenniges@tatort-verein.de 

Stiftung Kinderjahre
info@stiftung-kinderjahre
Redaktionsteam 040 5394941

Der Tatort-Verein wurde 1998 nach den Dreharbeiten zum WDR-Krimi "Manila" von den prominenten Tatort-Schauspielern und dem Film-Team gegründet. Seitdem setzt er sich für Kinderrechte ein, in den Philippinen, im südlichen Afrika, Kenia und in Deutschland ( www.tatort-verein.org). 

Über die Stiftung Kinderjahre
Kinder und ihre Bildung sind lebenswichtig für die Zukunft unserer Gesellschaft! Aber Chancen und Perspektiven sind ungerecht verteilt und viele Kinder leben an der Armutsgrenze. Deshalb setzt sich die Stiftung Kinderjahre für Chancen emotional und sozial benachteiligter Kinder ein. 2004 wurde die Stiftung in Hamburg von Hannelore und Wolfgang Lay gegründet und verfolgt ausschließlich gemeinnützige und mildtätige Zwecke. Der Wunsch der Stiftungsgründer: Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen und mehr Chancengerechtigkeit für alle Kinder zu schaffen.